Theorien Dunkle Materie, Raumkrümmung, Schwarze Lö @ SALVIA-COMMUNITY.net
 

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post Mar 27 2018, 17:44
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Grünschnabel


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QUOTE(AD #1 @ Jan 29 2014, 22:45)
QUOTE(kleinerkiffer84 @ Jan 29 2014, 22:10)
Denn es ist schon seltsam, dass sich die sogenannte dunkle Materie, mit keiner bekannten Methode richtig nachweisen lässt, da sie keinerlei elektromagnetische Emissionen zeigt.
Das würde für diese oder ähnliche Theorien sprechen.


So etwas abstrakter gesprochen fände ich es genau umgekehrt seltsam. Es gibt da draußen einfach noch viel viel viel mehr. Wir sind aber Teil des Systems, deswegen können wir schlecht dahinter gucken. Mit einem Mikroskop das aus Atomen besteht ist es schließlich ja auch schwer sich Atome anzugucken.
Ich sehe unsere Realität als eine rausgerenderte Version von dem, was dahinter steckt. Deswegen werden wir auch bestimmte Konstanten nie komplett erklären können. Beispiel dazu:
Wenn wir ein Schachbrett, auf dem schon so 30 Züge gespielt wurden, sehen können wir alle möglichen Optionen für die Zukunft berechnen. Wir können bestimmen, nach welchen Regeln sich die Figuren/Partikel verhalten (okay, etwas unglückliches Beispiel. Beim Schachbrett folgen die Figuren natürlich den Spielzügen der Spieler und bewegen sich nicht eigenständig. Trotzdem sind für sie alle Regeln definiert). Allerdings ist es uns unmöglich das Spiel komplett zurück zu berechnen. Wir können nicht sagen, ob auf E4 vorher ein Springer stand oder nicht. Es gibt kein logisches Prinzip, dass uns eine Antwort liefert. Es gibt lediglich Wahrscheinlichkeiten.
Ich denke das ist das, was gemeint ist, wenn man davon spricht, dass Quanten sich "zufällig" verhalten. Ich finde das unglücklich formuliert. Es ist nicht zufällig, es ist nur für uns nicht endgültig klärbar. Genauso können wir für zukünftige Ereignisse immer nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit vorher sagen.
Wir haben einfach keine Möglichkeit alle Faktoren zu bestimmen, weil diese sich außerhalb unseres Systems (die vierdimensionale Raumzeit) stattfinden. Es ist als würde man versuchen die Lottozahlen vorher zu sagen indem man die Hand in die Trommel steckt und versucht die Positionen der Kugeln zu ertasten:
Einerseits ist es unmöglich gleichzeitig alle zu erfassen und andererseits beeinflusst man ihre Position nur durch's hereingreifen.

Spannend bleibt die Frage, welche Techniken und Werkzeuge sich in der Zukunft auftun und uns den Weg ein Stück weiter erleuchten. Ich denke da zum einen an künstliche Intelligenzen, die wir so programmieren können, dass sie mehr als vier Dimensionen begreifen können. Ich denke das wird ein ganz großer Schritt werden. Wir werden es zwar dann immernoch nicht verstehen können, aber immerhin können diese Systeme dann wenigstens soviele Ergebnisse ausspucken, dass wir unser Weltbild zumindest annähern können. Zum anderen werden Quantencomputer unsere Möglichkeiten in dem Bereich extrem erweitern, besonders in Kombination mit künstlichen Intelligenzen. Eine Intelligenz, die nicht an evolutionäre Relikte gebunden ist mit der Rechenleistung gegen die die der heutigen Supercomputer wieder auf Taschenrechnerniveau erscheint.

Letztendlich wird es keine finale Ursache geben. Und falls doch, wird es niemals einen Beobachter geben, der sie finden und verstehen kann:
Eine Darmbakterie im Fisch wird nie verstehen können was ein Fisch ist.
Ein Fisch wird niemals verstehen können was ein Aquarium ist.
Ein Mensch wird niemals ein Haus verstehen, wenn er es nicht verlassen kann.
Systemabwärts kann man ein Objekt untersuchen und im Bezugsraum erklären. Systemaufwärts kann man sich von innen umgucken und Vermutungen anstellen, was sich außerhalb befindet.
Im Endeffekt sind wir auf zwei Seiten der Skala beschnitten. Aber es gilt immer einen Schritt weiter zu gehen und die Grenzen neu zu stecken.
*




Heute diesen Artikel gelesen: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Zah...te-3998839.html
und da fiel mehr dieser Beitrag wieder ein, nach Jahrelanger Abwesenheit xD. Die Theorie, dass die Gravitation vom Ort im Universum abhängt finde ich auch nach all den Jahren noch sehr interessant. An einem Ort der älter ist, von dem aus sich also die Raumzeit schon viel weiter ausgebreitet hat, kann ich mir bei einem Erdähnlichen Planeten, eine viel höhere Gravitation vorstellen. Dieser Planet wird ja von wesentlich mehr Raumzeit umgeben, die er krümmen muss und so eine Raumzeitkrümmung müsste sich ja theoretisch bis zum Rand des Universums fortsetzen, wobei sie immer schwächer wird, je weiter man sich von dem krümmenden Planeten entfernt.
Mittlerweile entstehen mit den Tensornetzwerken zu Verschränkten Zuständen, die mittels Neuronaler Netze auf tiefen Ebenen sehr einfache symmetrische Strukturen vermuten lassen, die richtigen mathematischen Werkzeuge.


Nach meinem LSD Erlebnis (damals 2014) habe ich mein BWL Studium im Nebenfach aufgegeben und bin auf eine Physik/Informatik-Mischung umgestiegen und keinen einzigen Tag bisher bereut biggrin.gif , schon krass welche Auswirkungen so ein Tröpfchen LSD auf das eigene Weltbild haben kann. Quantencomputing und Machine Learning sind meine Hauptrichtung, da musste ich schmunzeln, weil du beides in deinem Beitrag erwähnt hast xD. Shors Algorithmus wird auf jeden Fall alles auf den Kopf stellen, dazu ein neues Quanteninternet, das dank dem No Cloning Theorem absolut sichere Systeme für eine Blockchain schafft, die ohne aufwendige Kryptographieberechnungen auskommt. Ich habe außerdem so ein komisches Gefühl, dass wir durch Quantencomputer neue elementare Erkenntnisse über die Primzahlen zu verstehen lernen werden. Meiner Meinung nach herrscht zur Zeit zu viel Wind um Machine Learning und zu wenig Interesse in Richtung Quantencomputing. So richtig interessant wird ML erst, wenn man sich die Superposition der Quantenparallellität zunutze machen können wird.
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post Mar 27 2018, 18:56
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Salvianaut
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Auf jedenfall interssant und es wir nochmal die prinzipielle Unschönheit von Konstanten deutlich die sich nicht herleiten lassen sondern einfach festgestezt werden damit eine Theorie nicht aus den Fugen gerät.

Selbst wenn wir über den gesamten Zeitraum des menschlichen Daseins konstante Werte messen würden - was ja offenbar nichtmal der Fall ist - ist in keiner Weise ausgeschlossen das wir nicht genau genug oder lange genug messen oder gar beides.

Das bedeutet schlußendlich auch das es keinen prinzipiellen Unterschied zwischen Glaube und Wissenschaft gibt.
Die Methoden mögen sich unterscheiden aber was am Ende geglaubt wird bleibt immer und in jedem Fall Glaube und das Wissen um den aktuellen Wissenstand (nicht um die Wirklichkeit oder Wahrheit) von dem die eigene Methode schon fordert ihn zu falsifitzieren.

Der Beitrag wurde bearbeitet von Herr von Böde am Mar 27 2018, 19:04 Uhr.


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"Bildung muss immer darauf abzielen liebgewohnte Denkmuster zu erschüttern."
- Prof. Dr. Rainer Rothfuß

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