Wie äußert Sich Hängen Bleiben? @ SALVIA-COMMUNITY.net
 

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> Wie äußert Sich Hängen Bleiben?

gosvami
post Dec 29 2007, 03:24
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ein interessanter gedanke:
wenn sally erst einmal so illegal wie lsd, psilocybin und dmt ist....
wird man dann vielleicht auch genauso leicht "darauf hängen bleiben".....????

wären also "autosuggestion/fremdsuggestion/placebo/psychosomatik/einbildung" der ausschlaggebende faktor, der bestimmte wieviel schaden ein entheogen anrichten kann bzw. wie oft und ob (!!!) eine psychose bei einem user mit dementsprechender disposition durch gebrauch von psychedelika zum ausbruch kommt?


ein anderer gedanke:
vielleicht ist der umgang mit entheogenen auch ein (wieder) erlernbarer prozess.
die psychedelische erfahrung auch gerade aufgrund des lernprozesses der 68er als "etwas ganz normales/natürliches" schon weitgehend ins kollektive unbewusste integriert, sodass eine reise in den"hyperraum" für einen user heute wesentlich leichter zu "verdauen" ist, als es ihm noch vor 40 jahren möglich war...
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post Dec 29 2007, 04:29
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Salvianaut
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Dass Suggestionen letztlich der Hauptgrund für das Auftreten einer Psychose sind, halte ich für unwahrscheinlich; eher für einen der Gründe, weshalb gehäuft Menschen schlechte Erfahrungen mit Psychedelika machen. Die durch die Medien vorangetriebene Stigmatisierung des Gebrauchs dieser Substanzen und daraus resultierende, teilweise unbegründete Angst vor deren Wirkung rufen natürlich bei jenen, die sich an einen Konsum heranwagen wollen, eine andere (teils unbewusste) Grundhaltung hervor als bei denjenigen, die sich frei von jedweder "negativer Propaganda" auf die Reise begeben. Jemand, der noch nie davon gehört hat, dass der Gebrauch dieser Drogen Nebenwirkungen haben könne, wird sich seiner Sache sicher sein, weil ihn nicht die Angst plagt, ihm könne etwas Schreckliches passieren, und jener wird wohl eher ein angenehmes, erfüllendes Erlebnis haben als derjenige, dem eingetrichtert wurde, dass man auf dem Konsum unweigerlich hängen bleibe.
Nur treten Psychosen nicht nur bei jenen auf, die damit schlechte Erfahrungen gemacht hatten, sondern auch bei denen, die dadurch beglückende Erlebnisse hatten.

Mox: Ich glaube eher, dass du deine Wahrnehmung geschärft hast, als dass du nun öfter Pseudohalluzinationen hättest. Ich nehme an, du bist einfach aufmerksamer geworden, was die Wahrnehmung deiner selbst und der Umwelt betrifft - du reflektierst mehr darüber, was du siehst, und nimmst es nicht mehr so an, wie es in dein Bewusstsein strömt.


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"Acid is not for every brain - only the healthy, happy, wholesome, handsome, hopeful, humorous, high-velocity should seek these experiences. This elitism is totally self-determined. Unless you are self-confident, self-directed, self-selected, please abstain." - Timothy Leary
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post Dec 30 2007, 19:08
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Mr. Unbequem / Schlechter Umgang
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Allerhöchstens was psychosomatisches. Depris kenne ich nur aus Berichten von Ecstasykonsumenten, die nach dem Konsum von E eine sogenannte "Partydepression" schieben. Ecstasy schüttet ja Serotonin, Noradrenalin und Dopamin aus, die Reserven müssen sich erst wieder auffüllen, wa ssomit zu schlechter Stimmung führt.
Vielleicht hat ihn auch das kognitiv Erlebte mitgezogen, hat vllt. was schlechtes gesehen oder so.

Edit: So, das kommt davon, wenn man nur die erste Seite liest. Sollte eigentlich an RudyRude gehen.

Der Beitrag wurde bearbeitet von MMX am Dec 30 2007, 19:09 Uhr.


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12 einfache Tips für Kratom-Anfänger


Dieser Post fällt unter "Freie Meinungsäußerung" und erhebt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit, Übereinstimmung mit geltendem Recht oder sonstige Relevanz.
Am besten ist es für den Leser, eine jede meiner Aussagen als Lüge zu interpretieren.


QUOTE
<sia> BKA! BKA! BKA!
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post Aug 6 2008, 08:57
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Salvianaut
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Ich habe mir den Thread im Ganzen durchgelesen und möchte eine allgemeine Entwarnung aussprechen, was die berüchtigte Zahl von 1% angeht!


QUOTE
In einer 1971 veröffentlichten Erhebung lag die Häufigkeit derjenigen die an einer Psychose erkrankten, welche länger als 48 Stunden anhielt, bei 9 von 1000 (von denen sich etwa zwei Drittel vollständig erholten).


Man sollte hierzu einige Aspekte erwähnen:

- Die Zahl wurde 1971 erhoben! Zu dieser Zeit wurde LSD häufig in Massen verteilt und massenweise uninformiert eingenommen. Viele der Menschen damals wussten nur in Ansätzen womit sie zu rechnen hatten; einige nahmen die Substanz, obwohl ihnen bei ausreichender Informationsquelle hätte klar sein müssen, dass in ihnen durchaus Gefahrenpotential vorhanden ist. Des Weiteren kann man nicht ausschließen, wie viele Personen LSD wider ihres Willens nahmen um lediglich "dazu zu gehören".
- Es handelt sich hierbei um LSD! und nicht um Psilocybin. Die Gefahr auf Zauberpilzen hängen zu bleiben, liegt alleine im eigenen Ermessen. Wer vorsorgt, hat wenig zu befürchten. (das Risiko ist allerdings immer ungleich 0!)
- Mittlerweile gibt es genügend Möglichkeiten, einen Trip vorzeitig abzubrechen. Durch die Einnahme von beispielsweise Lorazepam wird dem Trip jede Angst genommen.
- Die Informationsquellen sind in viel größerer Vielzahl vorhanden. Wer einen Trip plant, sollte sich auch informieren und auf alle Fälle eine (nüchterne) Begleitperson dabei haben.
- Schlichtweg: Das meiste der verbreiteten Medien sind vereinzelte Horrorgeschichten, die den Verlauf höchstens negativ beeinflussen können.

Wenn man sich überlegt, auf welche Weise früher LSD "eingeschmissen" wurde, ist es nicht verwunderlich, weshalb einige Personen derart darauf hängen blieben. Auch wenn heutzutage unverantwortliche Kinder Psilocybin zu sich nehmen und dann auf Dächern rumspazieren, ist es deren eigene Schuld. Nicht die Droge trägt die Bosheit, sondern der Mensch.
Einen Horrortrip kann mal allerdings nie ausschließene. Die Gefahr kann bei ausreichender Planung aber weitgehend minimiert, bei Eintritt schnell abgeklungen und bei Bestehen einfach abgebrochen werden.


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post Aug 7 2008, 01:55
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Salvianaut
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folgende auszüge sind aus kapitel 5.3 des buches LSD psychotherapie von stanislav grof. ob nun patient oder nicht spielt zum verständniss von hängenbleiben keine sonderrolle.
wie schon vorher mal geschrieben halte ich "topographie des unbewußten" vom selben autor für empfehlenswerter, um halluzinogene aus wissenschaftlicher sicht verstehen zu lernen.


5.3 Schädliche Nachwirkungen der LSD-Psychotherapie

(hab ich gewählt, um zu zeigen welche macht die psyche über den körper hat)

Renata, die an einer schweren Krebsphobie litt, erlebte in einer Sitzung eine sexuelle Episode nach, die sich offenbar zugetragen hatte, als sie vier Jahre alt war.
Ihr Stiefvater lag im Bett, und sie kroch zu ihm unter die Decke, in der Erwartung, gekost und gestreichelt zu werden. Während sie spielten, lenkte er sie jedoch allmählich zu seiner Genitalzone hin und nützte die Situation zu seiner sexuellen Befriedigung aus. Besonders aufregend und erschreckend war für Renata die Entdeckung seines erigierten Penis. Während sie einen Teil dieser Episode
durchlebte, bei dem ihr Unterarm die wichtigste Kontaktstelle zum Körper des Stiefvaters war, bekam sie dort plötzlich eine starke, genau umschriebene Infiltration
und Hautrötung. Vor meinen Augen und binnen weniger Minuten wurde die Haut in dieser Zone hart und dick wie eine Schuhsohle; sie bedeckte sich mit Pickeln und Bläschen. Dieser Zustand, den ein hinzugezogener Dermatologe als ein Ekzem diagnostizierte, hielt zehn Tage lang, bis zur nächsten LSD-Sitzung an.
Nachdem Renata die traumatische Erinnerung zur Gänze nacherlebt und verarbeitet hatte, verschwand der Ausschlag binnen einiger Stunden.
In einer anderen Sitzung erlebte Renata eine Kindheitsszene, in der sie beim Schlittschuhlaufen aufs Eis gestürzt und sich an Kopf und Knie bös verletzt hatte.
In der Woche nach der Sitzung verspürte sie einen heftigen Schmerz in den »verletzten« Körperteilen. Sie konnte den Kopf nicht drehen, humpelte merklich und gab dem rechten Bein immer wieder die typische Schonstellung. Alle diese
Erscheinungen verschwanden, nachdem der Vorfall vollständig nacherlebt war.
Ein anderes interessantes Beispiel ähnlicher Art fanden wir bei Dana, einer Patientin mit komplizierten neurotischen Problemen. In einer ihrer LSD-Sitzungen begann sie eine traumatische Episode nachzuerleben, die zu einer Zeit stattgefunden hatte, als sie an einer schweren Bronchitis erkrankt war. Dabei zeigte sie plötzlich alle typischen Symptome einer Bronchialinfektion. Die Symptome hielten auch noch an, nachdem die pharmakologische Wirkung des LSD abgeklungen war. Die ganze nächste Woche über hatte sie Husten und klagte über starke Schmerzen in der Brust. Der Internist, den wir hinzuzogen, stellte Bronchitis fest, aufgrund erhöhter Temperatur, charakteristischer Rasseltöne bei der stethoskopischen Untersuchung, Husten und dickem Schleimauswurf. Die einzigen Anzeichen, durch die sich Danas Zustand von einer echten Bronchitis unterschied, waren das plötzliche Einsetzen zu dem Zeitpunkt, als die traumatische Erinnerung auftauchte, und das ebenso abrupte Verschwinden, nachdem die psychologische Gestalt abgeschlossen war.

(Trauma, die mit der geburt zu tun haben, bzw unabgeschlossene lsd erlebnisse, die mit der eigenen geburt zu tun haben, oder auch, wie manche durch ihre geburt ihr leben beeinflußt werden, ohne je drogen genommen zu haben, und nur durch ihr eigenes geburtstrauma beeinflußt werden)

Wenn sich der Patient in der Schlußphase einer LSD-Sitzung unter dem Einfluß der perinatalen Matrix II wieder stabilisiert, so wird die Zeit bis zur nächsten Sitzung von einer tiefen Depression charakterisiert. Der Patient wird von mancherlei höchst unangenehmen Gefühlen, Gedanken und Körperempfindungen gequält. Er kann sich nur noch an unerfreuliche Dinge erinnern und vermag in seiner ganzen Lebensgeschichte nichts Gutes mehr zu sehen. Seine Gedanken an die Vergangenheit scheinen von Schuld-, Scham- und Minderwertigkeitsgefühlen beherrscht. Sein gegenwärtiges Leben erscheint ihm als unerträglich und voller unlösbarer Probleme; es gewährt keinerlei Perspektiven und keinerlei Aussichten für die Zukunft. Sein Leben ist bar allen Sinns, und er kann sich an gar nichts mehr freuen. Die Welt erscheint drohend, voller schlimmer Vorzeichen, bedrückend und farblos. Selbstmordgedanken sind in dieser Lage nicht ungewöhnlich, typischerweise in Form eines Wunsches, einzuschlafen oder ohnmächtig zu werden, nie wieder aufzuwachen und von nichts mehr zu wissen. Menschen in dieser Geistesverfassung phantasieren davon, eine Überdosis Schlaftabletten oder ein Betäubungsmittel zu nehmen, sich zu Tode zu trinken, Gas einzuatmen, ins Meer hinauszuschwimmen oder sich in den Schnee zu legen und zu erfrieren (Suizid I). Typische körperliche Begleitsymptome sind Kopfschmerzen, Beengung der Brust, Atemnot, mancherlei Herzbeschwerden, Klingen in den Ohren, schwere Verstopfung, Appetitlosigkeit und vollkommenes Desinteresse am Geschlechtsleben. Häufig sind auch Mattigkeits und Übermüdungsgefühle, Benommenheit, Schläfrigkeit und die Neigung, den ganzen Tag im Bett oder in einem verdunkelten Raum zu verbringen.

Die Stabilisierung nach einer LSD-Sitzung unter dem Einfluß der perinatalen Matrix III führt zu Gefühlen heftiger aggressiver Gespanntheit, oft in Verbindung mit einer starken, doch unbestimmten Furcht und der Erwartung einer Katastrophe. Menschen in diesem Zustand vergleichen sich manchmal mit einer »Zeitbombe«, die jeden Augenblick explodieren könne. Sie schwanken zwischen Vernichtungs- und Selbstvernichtungsimpulsen und befürchten, sie könnten andere Menschen oder sich selbst verletzen. Typisch sind die hochgradige Reizbarkeit und die starke Neigung, gewaltsame Konflikte zu provozieren.
Die Welt wird als ein gefährlicher und unberechenbarer Ort angesehen, wo man ständig auf der Hut und gefaßt sein muß, um sein Leben zu kämpfen. Schmerzliches Gewahrsein eigener Mängel, ob echter oder eingebildeter, verbindet sich mit übersteigertem Ehrgeiz und Selbstbehauptungsversuchen. Im Gegensatz zu der gehemmten und tränenlosen Depression in Verbindung mit Matrix II kann das klinische Bild hier eine agitierte Depression zeigen, mit emotionaler Unbeständigkeit und psychomotorischer Erregung. Selbstmordgedanken und Selbstmordphantasien sind häufig, aber von ganz anderem Charakter als in der Matrix II: Menschen in diesem Zustand stellen sich den Selbstmord blutig und gewaltsam vor: sich vor einen Zug werfen, aus einem Fenster oder von einer Klippe springen, Harakiri oder sich erschießen (Suizid II). Die einzigen Selbstmordphantasien in diesem Zusammenhang, in denen kein Blut fließt, beziehen sich auf Strangulieren und Erhängen. Dies scheint in der Tatsache zu gründen, daß in den letzten Phasen der Geburt oft hohe Erstickungsgefahr besteht. Zu den typischen körperlichen Erscheinungen in Verbindung mit diesem Syndrom gehören starke Muskelspannung, die oft zu Tremores, Rucken und Zucken führt, drückende Kopfschmerzen, Schmerzen in verschiedenen anderen Körperteilen, Übelkeit mit gelegentlichem Erbrechen, gesteigerte Darmtätigkeit und Durchfall, häufiges Urinieren oder urethrale Spasmen sowie Schweißausbrüche. Charakteristisch im sexuellen Bereich ist übersteigerter Triebdruck, von dem selbst mehrfache Orgasmen keine gründliche Erleichterung bringen. Bei Männern verbindet sich diese sexuelle Spannungssteigerung manchmal mit Impotenz und vorzeitiger Ejakulation, bei Frauen mit Orgasmusunfähigkeit, emotionalen Turbulenzen vor der Menstruation, Dysmenorrhöe und schmerzhaften Genitalkrämpfen beim Verkehr (Vaginismus).

Personen, deren LSD-Sitzung unter dem Einfluß der perinatalen Matrix IV enden, zeigen ein ganz anderes Bild. Der bemerkenswerteste Aspekt dieses Zustands ist eine augenfällige Abschwächung oder sogar das Verschwinden vorheriger psychopathologischer Symptome und ein Nachlassen der emotionalen Probleme jeder Art. Der Klient hat das Gefühl, die Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben und nun ein völlig neues Kapitel seines Lebens beginnen zu können. Gehobene Gefühle des Freiseins von Angst, Schuld und Bedrücktheit verbinden sich mit tiefer körperlicher Entspannung und dem Eindruck reibungslosen Verlaufs aller physiologischen Prozesse. Das Leben erscheint als einfach und doch faszinierend, und der Klient hat das Gefühl eines ungewohnten Reichtums an Sinneserfahrungen und Lebensfreude.

Was die perinatale Matrix I angeht, so kann die Stabilisierung unter dem Einfluß ihrer positiven und ihrer negativen Aspekte erfolgen. Im ersteren Falle ist die Zeit nach der Sitzung ähnlich wie bei der Matrix IV. Doch sind die Gefühle hier viel tiefer und werden in mystischen oder religiösen Bezügen erlebt.
Bleibt der Klient nach einer LSD-Sitzung unter dem Einfluß negativer Aspekte der Matrix I oder negativer transpersonaler Matrizen, so erlebt er verschiedene Formen und Grade emotionalen und physischen Leidens zugleich mit gedanklicher Verwirrung. Diese Schwierigkeiten werden typischerweise metaphysisch gedeutet, in spirituellen, okkulten, mystischen oder religiösen Bezügen. Der unangenehme Zustand wird dem Einfluß widriger Schicksalsmächte zugeschrieben, dem »schlechten Karma«, bösartigen astrologischen oder kosmobiologischen Faktoren oder mancherlei bösen Geistern. In Extremfällen nimmt dieser Zustand psychotische Ausmaße an. Nachdem der Klient dies Erleben verarbeitet hat, neigt er dazu, solche extremen Deutungen eher provisorisch oder als Metaphern anzunehmen.
Die vier Arten von Komplikationen, die von größter praktischer Bedeutung sind und die wir daher gesondert behandeln wollen, sind die Aktivierung vorheriger Symptome, die anhaltenden Reaktionen, psychotische Dekompensationen und »Rückblenden«. Sie alle lassen sich auf einen gemeinsamen Nenner bringen, nämlich die Schwächung des Abwehrsystems und die unvollständige Auflösung des dadurch erlebniszugänglich gewordenen, unbewußten Materials. Die Schwächung der Abwehr ist am deutlichsten in jenen Fällen, wo die beim Patienten zuvor schon vorhandenen Symptome nach einer bestimmten LSD-Sitzung aktiviert und verstärkt sind. In diesem Falle hat sich keine wesentliche Änderung ergeben; die steuernde Matrix bleibt dieselbe, doch ihr dynamischer Einfluß macht sich stärker geltend als zuvor. Im Falle einer anhaltenden Reaktion bricht das spezifische Abwehrsystem zusammen, aber das dahinterliegende Material wird nicht durchgearbeitet. Das Erleben setzt sich nun fort, nicht aufgrund einer anhaltenden pharmakologischen Wirkung des LSD, sondern wegen der emotionalen Besetztheit des freigewordenen unbewußten Materials. Das hervordrängende unbewußte Thema trägt nun zuviel Energie und ist dem Bewußtsein schon zu nahe, um abermals verdrängt und verdeckt zu werden; wer aber mit den psychodynamischen Mechanismen dieses Vorgangs nicht vertraut ist, versucht gewöhnlich zu verhindern, daß es gänzlich auftauchen und sich vollenden kann.

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hier noch was interessantes, eine autobiograpie eines künstlers.
http://pertho.de/dokumente/bitter.pdf
nach "rotes sternchen" suchen, und ab da n stück weiter lesen.
auf alle fälle interessanter, als was so im mittel beim LDT forum unter lsd erfahrungen berichtet wird.
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post Aug 7 2008, 07:40
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Salvianaut
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Das klingt ja alles schön und nett. Aber wenn ich nicht weiß, was der Autor mit Matrix II / III / IV meint, kann ich dem Text auch nicht direkt folgen.
Ist das eine bestimmte Erfahrung unter der man die Sitzung beendet oder vielmehr ein Mittel, das die Sitzung abrupt unterbricht?
Die Kraft der Psyche auf den menschlichen Organismus ist ja in vielerlei Hinsicht bewiesen worden. (Placebos sind das beste Beispiel dafür)

Der Beitrag wurde bearbeitet von Siddhartha am Aug 7 2008, 08:28 Uhr.


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post Aug 7 2008, 13:45
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Salvianaut
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QUOTE
Das klingt ja alles schön und nett. Aber wenn ich nicht weiß, was der Autor mit Matrix II / III / IV meint, kann ich dem Text auch nicht direkt folgen.


mußt dir halt das buch kaufen, kann ja nicht alles hier reinkopieren.

die matritzen sind rein psychische zustände.
bei "topographie des unbewußten" wird dies alles erklärt
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post Aug 7 2008, 14:08
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Salvianaut
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QUOTE(hillage @ Aug 7 2008, 13:44)
QUOTE
Das klingt ja alles schön und nett. Aber wenn ich nicht weiß, was der Autor mit Matrix II / III / IV meint, kann ich dem Text auch nicht direkt folgen.


mußt dir halt das buch kaufen, kann ja nicht alles hier reinkopieren.

die matritzen sind rein psychische zustände.
bei "topographie des unbewußten" wird dies alles erklärt
*



Ich habe das Buch selbst zu Hause. Es steht aber auf der Liste der Bücher, die ich noch lesen möchte, etwas weiter hinter. Davor werden erst zwei, drei andere Bücher durchgearbeitet tongue.gif
Trotzdem bringen Kernaussagen nichts, wenn der Kontext fehlt. rolleyes.gif


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Bongfriend
post Nov 17 2008, 15:56
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*Thread ausgrab*

Hätte da nochmal ne frage bezüglich (latente) Psychosen.
Man weiss ja vorher nicht ob man eine verborgene nichtausgelöste Psychose in sich trägt, kann man das irgendwie über nen Arzt feststellen lassen? Nach dem Motto: " Hey Doc untersuch mich mal, steckt sie in mir oder nicht?" Oder kann sich sowas auch erst im Laufe der Zeit "entwickeln"? In meiner Familie ist nämlich schon einer daran erkrankt (Bruder), ausgelöst durchs "nur" Kiffen, er hatte nie kontackt mit anderen psychedelischen Drogen. Und da ich ja auch gerne mal auf "Reisen" gehe in die anderswelt, ist das Risiko ja um einiges Höher das auch ich eine latente Psychose in mir habe, was es mir nicht gerade leichter macht einen schönen Trip zu erleben, da ich das ja unbewusst immer im hinterkopf habe und nicht einfach abschalten kann. Weiss da einer mehr?

Der Beitrag wurde bearbeitet von Bongfriend am Nov 17 2008, 16:04 Uhr.
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post Nov 17 2008, 16:13
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Salvianaut
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Ja, definitiv. Ich habe mehrmals davon gelesen, dass eine solche Psychose durch psycholische Tests zumindest erahnt werden kann! So wären auch Risiken geschmälert, die ein unbestimmt verlaufender Trip mit sich bringen könnten.
Diese Information stand auch in einem engen Zusammenhang mit psychedelischen Drogen - woher ich sie genau beziehe, kann ich leider aufgrund der Fülle angesammelter Informationen momentan nicht mehr sagen.
Allerdings würde ich (ohne dafür fundierte Beweise) annehmen, dass eine durch exzessives Kiffen verursachte Drogenpsychose von jener durch seltene Einnahme psychedelischer Substanzen ausgelöste Psychose unterscheidet. Ich denke, das wir es mit zwei sehr unterschiedlichen psychischen Problemen zu tun haben, wenn wir diese beiden Fehlstörungen betrachten.
Also die Tatsache, das dein Bruder eine Psychose durch Cannabis erfahren hat, bedeutet keinesfalls das dir dergleichen auch passieren kann. Dennoch ist Vorsicht geboten! Ein Psychologe dürfte die Risiken jedoch relativ genau feststellen können.


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post Dec 18 2016, 23:01
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Grünschnabel


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Ich bin 2002 hängen geblieben mit 1,5 Gramm Mexikanischen und 1,5 Gramm Ecuadorianischen Pilzen. Ich war auf dem Dachboden eines Freundes und wir haben Infected Mushrooms gehört. Auf jedenfall hat sich mein Geist aus meinem Körper verzogen und die Welt hat sich in Pixeln aufgelöst. Vor mir meinem Geist war das Bild Game Over und es hat sich ins unendliche wiederholt das ich gedacht habe ich bin hängengeblieben. Ich wurde sozusagen nach langer Zeit wiedergeladen. Mein Geist hat sich langsam wieder zusammen gesetzt, ich hab mich wiedergefunden und bin schnell raus mit einem Kumpel. Als ich draußen war war alles wie ein Film und hat sich in Szenen abgespielt, erst nach längerer Zeit war alles wieder normal. Jetzt nach etlichen Jahren ist mir bewusst, die Menschen die hängengeblieben sind, deren Geist nicht mehr anwesend ist und schwerstpflegefälle sind. Es sind nur hüllen, der Geist verschwindet nicht....Er befindet sich parallel in einer anderen Zeit/Erde wo es weitergeht. Somit haben die im paralleluniversum ihren geliebten Menschen verloren, aber er selber lebt weiter. Man kann sagen das man hängen bleiben kann, aber für einen selber hat es keine Auswirkung, es geht weiter. Ich denke ich bin der einzige Mensch dem es passiert ist und der darüber berichten kann und Zeugen hat!
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post Dec 18 2016, 23:01
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Ich bin 2002 hängen geblieben mit 1,5 Gramm Mexikanischen und 1,5 Gramm Ecuadorianischen Pilzen. Ich war auf dem Dachboden eines Freundes und wir haben Infected Mushrooms gehört. Auf jedenfall hat sich mein Geist aus meinem Körper verzogen und die Welt hat sich in Pixeln aufgelöst. Vor mir meinem Geist war das Bild Game Over und es hat sich ins unendliche wiederholt das ich gedacht habe ich bin hängengeblieben. Ich wurde sozusagen nach langer Zeit wiedergeladen. Mein Geist hat sich langsam wieder zusammen gesetzt, ich hab mich wiedergefunden und bin schnell raus mit einem Kumpel. Als ich draußen war war alles wie ein Film und hat sich in Szenen abgespielt, erst nach längerer Zeit war alles wieder normal. Jetzt nach etlichen Jahren ist mir bewusst, die Menschen die hängengeblieben sind, deren Geist nicht mehr anwesend ist und schwerstpflegefälle sind. Es sind nur hüllen, der Geist verschwindet nicht....Er befindet sich parallel in einer anderen Zeit/Erde wo es weitergeht. Somit haben die im paralleluniversum ihren geliebten Menschen verloren, aber er selber lebt weiter. Man kann sagen das man hängen bleiben kann, aber für einen selber hat es keine Auswirkung, es geht weiter. Ich denke ich bin der einzige Mensch dem es passiert ist und der darüber berichten kann und Zeugen hat!
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post Dec 20 2016, 08:14
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Salvianaut
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Schöne Bschreibung, vielleicht nicht so sehr fürs Hängenbleiben (je nachdem wie lange "einige Zeit" bei Dir ist und wie intensiv die - oder ob überhaupt eine-Nachbehandlung ausfallen/stattfinden musste) aber für die Art des Rausches.

Sicher eine gute Beschreibung für eine intensive Reise.

Und mir persönlich fällt dabei "das Göttliche" ein.
Ich komme immer mehr zu dem Gefühl das Gott - nimmt man ihn an- kein Allwissender, Allmächtiger ist sondern mehr ein für alles grundlegendes Bewusstsein, mehr eine Intention, eine Absicht um Konkretisierung, um "Konzentration" ist (die eben genau dadurch Komplexität schafft). Diese Ringen um Klarheit erschafft Materie und soetwas wie Verstand.
Mein Gott wäre ein höchst verwirrter Gott mrgreen.gif

Demnach werden Psychedelica eben deshalb als spirituell empfunden weil sie einen atavistischen mentalen Zustand herbeiführen der den "geordneten" Menschen an den Urzustand wiedererinnern.

Der Beitrag wurde bearbeitet von Herr von Böde am Dec 20 2016, 08:23 Uhr.


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"Bildung muss immer darauf abzielen liebgewohnte Denkmuster zu erschüttern."
- Prof. Dr. Rainer Rothfuß

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post Feb 8 2017, 13:30
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Salvianaut
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Ich hab heute nen schönes Paper zu diesem Thema gelesen, und wollte es euch nicht vorenthalten.

Finding the self by losing the self: Neural correlates of ego-dissolution under psilocybin.

Lebedev AV1,2, Lövdén M1, Rosenthal G3, Feilding A4, Nutt DJ5, Carhart-Harris RL5.

Abstract
INTRODUCTION:
Evidence based treatment for Substance use disorders (SUD) includes psychotherapy and pharmacotherapy. However, these are only partially effective. Hallucinogens, such as psilocybin, may represent potential new treatment options for SUD. This review provides a summary of (human) studies on the putative therapeutic effects of psilocybin, and discusses the receptor systems, brain regions and cognitive and emotional processes mediating psilocybin's effects. Psilocybin's chemical structure is similar to that of serotonin. Dysregulations in the serotonin system are associated with alterations in stress hormones, such as cortisol, and mood disorders. After psilocybin administration cortisol levels spike and activate the executive control network, with subsequent increased control over emotional processes, and relief of negative thinking and persistent negative emotions. Preliminary data of ongoing alcohol and smoking addiction studies in humans shows promising effects of psilocybin administration on substance use. Importantly, psilocybin has a low risk of toxicity and dependence and can be used safely under controlled clinical conditions. Areas covered: This paper is a narrative review based on the search terms: psilocybin, substance use disorder, addiction, depression, serotonin. Literature on potential efficacy and mechanisms of action of psilocybin in SUD is discussed. Expert commentary: Recent positive findings with psilocybin need confirmation in well-designed placebo controlled randomized trials employing a large sample size.


Den ganzen Text dazu siehe pubmed.

Der Beitrag wurde bearbeitet von Waaagh am Feb 8 2017, 13:37 Uhr.


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