Theorien Dunkle Materie, Raumkrümmung, Schwarze Lö @ SALVIA-COMMUNITY.net
 

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post Jan 29 2014, 04:22
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Grünschnabel


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Hey, hab da so 2 Theorien, was haltet ihr davon, kompletter bullsh.. oder interessant biggrin.gif
Also zuerstmal zur Dunklen Materie (Doku dazu was Dunkle Materie sein soll: http://www.youtube.com/watch?v=eUsY0I5fufQ ).
Kurzgefasst: weit entfernte Galaxien rotieren. Anhand der Masse kann man deren Rotationsbahn berechnen. Nun wird aber in vielen Fällen festgestellt, dass die Galaxien viel mehr Masse besitzen müssten um die beobachteten Rotationsbahnen zu erklären, also nimmt man an dort befindet sich zur normaler Materie noch zusätzlich Dunkle Materie und durch diese zusätzliche Masse der Dunklen Materie erklären die sich die beobachteten Rotationslaufbahnen.

Ich habe dazu seit einiger Zeit eine andere Überlegung, ich muss aber etwas weiter hinten anfangen. Also das Universuum breitet sich seit dem Urknall aus, ich finde es dabei einfacher sich das Universuum "organisch" (auf Quantenebene) vorzustellen. Dort wo sich das Universuum ausgebreitet hat, bildet sich Raum-und-Zeit Netz, außerhalb des Universuums gibt es weder Raum noch Zeit, ich habe allerdings noch eine zusätzliche Annahme zu dem "Außerhalb", die mir sehr logisch erscheint. Bei jeder Art von Ausbreitung sucht sich die Natur den Weg des geringsten Widerstandes, meine zusätzliche Annahme also, auch außerhalb vom Universuum gibt es Hindernisse, die die Ausbreitung des Universuums erschweren. Man Stelle sich nun einen Wasserfluß vor, das Wasser breitet sich aus und sucht sich dabei den Weg des geringsten Widerstandes, es bilden sich z.B. auch Inseln wo das Wasser einfach drumrum fließt. Dasselbe Prinzip kann man nun auf dieses "organische" Universuum anwenden, das Universuum wäre dabei das Wasser und die Ufer, wären das was außerhalb vom Universuum liegt. Auch die Inseln bestehen dann aus dem, was Außerhalb des Universuums liegt, dort wo sich die "Inseln" im Universuum gebildet haben, gab es diese vorher angenommenen Hindernisse, sodass es für das Universuum einfacher war sich drum rum zu krümmen beim Ausbreiten, als diese einfach "mitzunehmen".
So erkläre ich mir dann die Dunkle Materie, es befindet sich dort also keine Dunkle Materie, das Universuum hatte dort evntl. solche Hindernisse beim Ausbreiten und wurde deswegen anders gekrümmt und übt dort wegen dieser Krümmung auch eine höhere Gravitation aus, als man sie nach der normalen Raumkrümmung durch die Massen der beobachteten Galaxien ausrechnen würde.

Zu den schwarzen Löchern habe ich noch einige Gedanken, aber ob ich das richtig verstehe, das sind doch im Grunde genommen Risse in der Raum/Zeit? Also Risse im Universuum. Dadurch dass sich dort so viel Masse befindet wird die Raum/Zeit so stark gekrümmt, dass das Universuum an der Stelle einreißt? Im schwarzen Loch ist also dasselbe, was außerhalb des Universuums liegt?

Ahja und nicht falsch verstehen, bei der ersten Theorie, dort wo sich die Hindernisse befinden sind keine schwarzen Löcher demnach, das Raum-Zeit Netz hat sich dort um die Hindernisse drum rum gekrümmt, es ist nicht eingerissen biggrin.gif .

Der Beitrag wurde bearbeitet von zodd am Jan 29 2014, 04:52 Uhr.
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post Jan 29 2014, 09:42
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Salvia Kenner
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Ich finde die Idee des Umfließens interessant. So wie ich dich verstanden habe meinst du, dass die Raumzeit als Ganzes drumherum fließt. Demnach wäre sie an diesen Orten etwas "gestaucht"? Wenn man es so betrachtet, dann wäre dort, wo man besonders viel dunkle Materie vermutet also einfach der Raum verdichtet?

Bild: http://up.picr.de/17199850yj.jpg

Theoretisch müsste sich ja dann dort die Verzerrung der Raumzeit messen lassen. Damit wäre der Grund für die Diskrepanz von Berechnung und Beobachtung eine falsche Messung der Raumzeit. Die müsste dann allerdings schon stark falsch gemessen sein.

Mir kommt gerade der Gedanke, dass deine Idee letztendlich was ähnliches aussagt wie die bisherigen Vermutungen zu dunkler Materie. Denn wenn die sichtbare Materie um durch einen Engpass fließt, dann bedeutet das, dass der Raum, in dem sie fließt, verengt ist. Das wäre auch der Fall, wenn dunkle Materie, die ansonsten nicht mit der Raumzeit interagieren kann, sich dort befindet. So oder so wäre sowohl das Umfließen als auch die dunkle Materie in einer weiteren Dimension angesiedelt.

Ich glaube, dass deine Idee eine weitere Art der Beschreibung von dunkler Materie ist, allerdings als verständlicheres Bild ausgedrückt. Wenn man sich nicht vorstellen kann, wie dunkle Materie im Raum wirken soll, dann ist das Bild des Umfließens eine Unterstützung für ein und den selben Gedanken.

Zu den schwarzen Löchern: Ich denke nicht, dass sie das Universum einreißen. Eher die vierdimensionale Raumzeit. Das sollte man nicht gleichstellen. Das Universum besteht sicher aus mehr als aus unseren bekannten vier Dimensionen, vgl. die Gedanekn zu dunkler Materie. An der Stelle find ich interessant, was ein Riss in der 4D Raumzeit im Zusammenhang mit weiteren Dimensionen bedeutet. Vielleicht "fließen" Teile des Inhalts eines schwarzen Lochs in einer fünften Dimension ab und tragen zur dunklen Materie bei?
Entspricht die Gravitation eines schwarzen Lochs eigentlich der Summe der aufgenommenen Materie?

Der Beitrag wurde bearbeitet von AD #1 am Jan 29 2014, 09:42 Uhr.
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post Jan 29 2014, 12:46
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Wenn ich mich richtig erinnere, nimmt ein schwarzes Loch an Masse zu durch die eingesaugte Materie, aber da ein schwarzes Loch an sich schon sehr schwer ist, ist der Massezuwachs innerhalb der von uns beobachtbaren Zeiträume praktisch nicht meßbar.

Es müsste aber möglich sein durch die Stärke und Frequenz der von manchen Schwarzen Löchern abgegebenen Strahlungsspitzen die Menge der eingesaugten Materie zu berechnen. unsure.gif

€:Wer ihn mag, kann sich von Prof. Lesch das erklären lassen: YT: Leschs Kosmos - Der Todesschrei der Materie angel.png

Der Beitrag wurde bearbeitet von Alrik am Jan 29 2014, 13:00 Uhr.


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QUOTE(AD #1 @ Jan 29 2014, 09:42)
Bild: http://up.picr.de/17199850yj.jpg



Mir fällt noch was ein dazu, die "umflossende Materie" krümmt die Raum-Zeit anders, an der Stelle entsteht deswegen umgekehrte Gravitation, also eine Gravitationskraft die nicht anzieht, sondern alles von dieser "umflossenden Stelle" abstößt. Dies hätte dann auch zur Folge, dass die Stellen der "umflossenden Materie" auf dem Bild von denen der dunklen Materie abweichen müssen, da die Berechnungen für die dunkle Materie dann ja falsch wären, man müsste sie ganz woanders platzieren damit die Berechnungen wieder passen biggrin.gif
Oh ich sehe du hast die auch schon abweichend eingezeichnet, dann sollte es passen! xD

Der Beitrag wurde bearbeitet von zodd am Jan 29 2014, 20:03 Uhr.
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post Jan 29 2014, 22:10
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Dh. die dunkle Materie wäre dieser Theorie zufolge sowas die eine Delle in unserer Raumzeit, verursacht durch etwas, dass sich ausserhalb (zb. in einer angrenzenden Parallelwelt) befindet.
Die Idee ist nicht schlecht.
Ähnliche Überlegungen habe ich auch schon angestellt.
Denn es ist schon seltsam, dass sich die sogenannte dunkle Materie, mit keiner bekannten Methode richtig nachweisen lässt, da sie keinerlei elektromagnetische Emissionen zeigt.
Das würde für diese oder ähnliche Theorien sprechen.

Was mir auch gerade noch einfällt:
Was ist mit Neutrinos?
Dieses Teilchen interagiert kaum mit konventioneller Materie, kann diese sozusagen mühelos durchdringen und hinterlässt kaum Spuren.
Soll man dieses Teilchen noch zu unserer Materie zählen, oder gehört es zu einer anderen, exotischen Materieform und ist vielleicht das erste experimentell nachgewiesene Teilchen der dunklen Materie?


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post Jan 29 2014, 22:37
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@AD#1: Du meinst die Materie, welche in Schwarze Löcher wandert, wechselwirkt immer noch mit der restlichen Materie, allerdings auf einer anderen Ebene? Also dass generell jedes Teilchen Materie zu einem gewissen Teil höherdimensional wechselwirkt - nur die dunkle Materie (also die aus dem Schwarzen Loch) dort eben besonders viel Einfluss übt. So wäre es für mich durchaus denkbar biggrin.gif

Der Unterschied zwischen Dunkler Materie und kleinkiffers Theorie ist, dass seine Idee eine Kraft von außen beschreibt. Dunkle Materie ist eher in einer höheren Dimension, also mit Strings verbunden (korrigiert mich, falls ich falsch liege)

@kleinerkiffer: Naah, also Neutrinos haben ja kaum Masse, also können die es nicht sein... vielleicht ist es auch etwas, das nicht in unserem Teil des Universums vorkommt, dann könnten wir es gar nicht messen bzw. genau danach suchen.
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post Jan 29 2014, 22:45
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QUOTE(kleinerkiffer84 @ Jan 29 2014, 22:10)
Denn es ist schon seltsam, dass sich die sogenannte dunkle Materie, mit keiner bekannten Methode richtig nachweisen lässt, da sie keinerlei elektromagnetische Emissionen zeigt.
Das würde für diese oder ähnliche Theorien sprechen.


So etwas abstrakter gesprochen fände ich es genau umgekehrt seltsam. Es gibt da draußen einfach noch viel viel viel mehr. Wir sind aber Teil des Systems, deswegen können wir schlecht dahinter gucken. Mit einem Mikroskop das aus Atomen besteht ist es schließlich ja auch schwer sich Atome anzugucken.
Ich sehe unsere Realität als eine rausgerenderte Version von dem, was dahinter steckt. Deswegen werden wir auch bestimmte Konstanten nie komplett erklären können. Beispiel dazu:
Wenn wir ein Schachbrett, auf dem schon so 30 Züge gespielt wurden, sehen können wir alle möglichen Optionen für die Zukunft berechnen. Wir können bestimmen, nach welchen Regeln sich die Figuren/Partikel verhalten (okay, etwas unglückliches Beispiel. Beim Schachbrett folgen die Figuren natürlich den Spielzügen der Spieler und bewegen sich nicht eigenständig. Trotzdem sind für sie alle Regeln definiert). Allerdings ist es uns unmöglich das Spiel komplett zurück zu berechnen. Wir können nicht sagen, ob auf E4 vorher ein Springer stand oder nicht. Es gibt kein logisches Prinzip, dass uns eine Antwort liefert. Es gibt lediglich Wahrscheinlichkeiten.
Ich denke das ist das, was gemeint ist, wenn man davon spricht, dass Quanten sich "zufällig" verhalten. Ich finde das unglücklich formuliert. Es ist nicht zufällig, es ist nur für uns nicht endgültig klärbar. Genauso können wir für zukünftige Ereignisse immer nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit vorher sagen.
Wir haben einfach keine Möglichkeit alle Faktoren zu bestimmen, weil diese sich außerhalb unseres Systems (die vierdimensionale Raumzeit) stattfinden. Es ist als würde man versuchen die Lottozahlen vorher zu sagen indem man die Hand in die Trommel steckt und versucht die Positionen der Kugeln zu ertasten:
Einerseits ist es unmöglich gleichzeitig alle zu erfassen und andererseits beeinflusst man ihre Position nur durch's hereingreifen.

Spannend bleibt die Frage, welche Techniken und Werkzeuge sich in der Zukunft auftun und uns den Weg ein Stück weiter erleuchten. Ich denke da zum einen an künstliche Intelligenzen, die wir so programmieren können, dass sie mehr als vier Dimensionen begreifen können. Ich denke das wird ein ganz großer Schritt werden. Wir werden es zwar dann immernoch nicht verstehen können, aber immerhin können diese Systeme dann wenigstens soviele Ergebnisse ausspucken, dass wir unser Weltbild zumindest annähern können. Zum anderen werden Quantencomputer unsere Möglichkeiten in dem Bereich extrem erweitern, besonders in Kombination mit künstlichen Intelligenzen. Eine Intelligenz, die nicht an evolutionäre Relikte gebunden ist mit der Rechenleistung gegen die die der heutigen Supercomputer wieder auf Taschenrechnerniveau erscheint.

Letztendlich wird es keine finale Ursache geben. Und falls doch, wird es niemals einen Beobachter geben, der sie finden und verstehen kann:
Eine Darmbakterie im Fisch wird nie verstehen können was ein Fisch ist.
Ein Fisch wird niemals verstehen können was ein Aquarium ist.
Ein Mensch wird niemals ein Haus verstehen, wenn er es nicht verlassen kann.
Systemabwärts kann man ein Objekt untersuchen und im Bezugsraum erklären. Systemaufwärts kann man sich von innen umgucken und Vermutungen anstellen, was sich außerhalb befindet.
Im Endeffekt sind wir auf zwei Seiten der Skala beschnitten. Aber es gilt immer einen Schritt weiter zu gehen und die Grenzen neu zu stecken.
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post Jan 29 2014, 22:52
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QUOTE(kleinerkiffer84 @ Jan 29 2014, 22:10)
Dh. die dunkle Materie wäre dieser Theorie zufolge sowas die eine Delle in unserer Raumzeit, verursacht durch etwas, dass sich ausserhalb (zb. in einer angrenzenden Parallelwelt) befindet.
Die Idee ist nicht schlecht.
Ähnliche Überlegungen habe ich auch schon angestellt.
Denn es ist schon seltsam, dass sich die sogenannte dunkle Materie, mit keiner bekannten Methode richtig nachweisen lässt, da sie keinerlei elektromagnetische Emissionen zeigt.
Das würde für diese oder ähnliche Theorien sprechen.



Genau eine Art Delle, das mit angrenzenden Parallelwelten geht aber etwas zu weit, es reicht ja einfach anzunehmen, dass außerhalb des Universuums Hindernisse existieren, die die ausbreitung des Universuums erschweren, sodass es sich halt einfach drum rum ausbreitet.

Hier am Bild noch ein Versuch:
Bild: http://www.heise.de/tp/artikel/32/32273/32273_2.jpg
Man kann sich an dem Bild ja auch eine andere Krümmung vorstellen und zwar wenn die Erde sich am ende nicht IM Universuum befinden würde, wie auf dem Bild, sondern außerhalb des Universuums bleiben würde und die Raum-Zeit sich nur drum rum bildet. DIE Raum-Zeit hätte dann immer noch eine Krümmung, aber diese Krümmung wäre genau andersrum gerichtet und würde somit umgekehrte Gravitation erzeugen müssen dry.gif

Es ist in meinen Augen auch sehr naiv anzunehmen, dass das Universuum sich Kugel/Kegel/Elipsen....förmig ausbreiten würde, das wäre ja alles nur im Idealfall möglich, eine Fraktalartige Ausbreitung hört sich realistischer an und zwar eben aus dem Grund, weil es diese Stellen geben könnte wo sich das Universuum schwerer ausbreiten kann.

Der Beitrag wurde bearbeitet von zodd am Jan 29 2014, 23:17 Uhr.
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Ich hab jetzt nur den ersten Post gelesen.

Die Theorie mit dem Umfließen hat einen Haken.
Der Raum expandiert ja permanent. Die Galaxien fliegen darin umher und treiben alle auseinander.
Ein außenliegendes Hindernis müsste ja nach einer Zeit passiert werden, anderenfalls hieße dass, dass die Hindernisse mitgerissen werden und somit durch die anhaltende Expansion immer weitere Dunkle Materie / Hindernissverdichtungen angesammelt würden - die Summe der Gravitation im Universum würde zunehmen.
Beim Passieren der Hindernisse jedoch würden die Galaxien einfach außeinander gerissen, denn die Dunkle Materie ist ja wesentlich häufiger als die Leuchtende.
Auch hätten sich die Galaxien ja erst gar nicht so gebildet wie sie sind, wenn die zusätzliche Gravitation nicht von Anfang bis Ende dabei gewesen wäre.


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QUOTE(Kosmos @ Jan 30 2014, 00:40)
Ich hab jetzt nur den ersten Post gelesen.

Die Theorie mit dem Umfließen hat einen Haken.
Der Raum expandiert ja permanent. Die Galaxien fliegen darin umher und treiben alle auseinander.
Ein außenliegendes Hindernis müsste ja nach einer Zeit passiert werden, anderenfalls hieße dass, dass die Hindernisse mitgerissen werden und somit durch die anhaltende Expansion immer weitere Dunkle Materie / Hindernissverdichtungen angesammelt würden - die Summe der Gravitation im Universum würde zunehmen.
Beim Passieren der Hindernisse jedoch würden die Galaxien einfach außeinander gerissen, denn die Dunkle Materie ist ja wesentlich häufiger als die Leuchtende.
Auch hätten sich die Galaxien ja erst gar nicht so gebildet wie sie sind, wenn die zusätzliche Gravitation nicht von Anfang bis Ende dabei gewesen wäre.
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Die Hindernisse bleiben da und dadurch dass die Krümmung genau andersrum ist, üben die eine umgedrehte Gravitation auf alles andere aus, sodass die Galaxien von dieser umgedrehten Gravitation einfach abgestoßen werden von diesen Stellen und wandern dann ganz normal weiter auseinander.
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QUOTE(kleinerkiffer84 @ Jan 29 2014, 22:10)
Dh. die dunkle Materie wäre dieser Theorie zufolge sowas die eine Delle in unserer Raumzeit, verursacht durch etwas, dass sich ausserhalb (zb. in einer angrenzenden Parallelwelt) befindet.
Die Idee ist nicht schlecht.
Ähnliche Überlegungen habe ich auch schon angestellt.
Denn es ist schon seltsam, dass sich die sogenannte dunkle Materie, mit keiner bekannten Methode richtig nachweisen lässt, da sie keinerlei elektromagnetische Emissionen zeigt.
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Was mir auch gerade noch einfällt:
Was ist mit Neutrinos?
Dieses Teilchen interagiert kaum mit konventioneller Materie, kann diese sozusagen mühelos durchdringen und hinterlässt kaum Spuren.
Soll man dieses Teilchen noch zu unserer Materie zählen, oder gehört es zu einer anderen, exotischen Materieform und ist vielleicht das erste experimentell nachgewiesene Teilchen der dunklen Materie?
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String-Theorie, Branwelten und Dunkle Materie Das ADD-Szenario ist hier von Interesse.

Es gibt ja vier grundlegende Kräfte in unserem Universum: die starke Kernkraft, die schwache Kernkraft, Elektromagnetismus und Gravitation. Die ersten drei sind allesamt relativ starke Kräfte, einzig die Gravitation erscheint im Verhältnis extrem schwach zu sein: Wir brauchen z.B. nur einen winzigen Magneten, um eine Büroklammer hoch zu haben, an der die Erde mit ihrer gesamten Masse zieht. Die Physik rätselt seit langem, warum die Gravitation so schwach sein mag.

Wenn man "der" String-Theorie glauben schenkt (sind eigentlich verschiedene Theorien, die aber vermutlich aus unterschiedlichen "Blickwinkeln" das gleiche beschreiben), ist unser Universum die Schnittfläche von zwei sich überlagernden, extrem dünnen und hochdimensionalen "Branen" (Membranen, nur mit mehr Dimensionen). Vielleicht ist unser Universum auch nur eine einzige Bran, und nicht die Schnittfläche. Wie auch immer, diese Branen liegen jedenfalls wie ein Stapel Papier nebeneinander, sind manchmal vielleicht auch "gewellt", sodass sie mal dichter, mal weniger dicht gelagert sind. Der Stringtheorie zufolge muss Gravitation im Gegensatz zu den drei anderen Kräften nicht an eine Bran gebunden sein, sondern kann sich innerhalb dieses "Stapels" ausbreiten.
Befindet sich also auf Bran ein sehr massereiches Objekt, kann es die Raumzeit auf benachbarten Branen krümmen, je nach dem, wie weit die Branen von einander entfernt sind. Auf einer dieser benachbarten Branen würde man genau so ein Phänomen beobachten, wie die Dunkle Materie: eine starke Krümmung der Raumzeit, ohne ansonsten erkennbar interagierende Massen.
Sollte die String-Theorie zutreffen, würde sich damit auch erklären, warum die Gravitation scheinbar so schwach ist: sie "strahlt" ganz einfach in mehr Richtungen aus, sodass in unserem Universum überhaupt nur ein kleiner Teil ankommt, bzw. bleibt.

Mathematisch gibt die String-Theorie sehr schöne Modelle her, sie ist eine sehr elegante Theorie, wenn auch völlig entgegen unserer Alltagserfahrung. Allerdings sind die Vorhersagen im Augenblick nicht überprüfbar - man benötigte laut Stephen Hawking einen Teilchenbeschleuniger mit ungefähr dem Durchmesser unseres Sonnensystems, um die String-Theorie zu überprüfen. laugh.gif

Bis dahin bleibt die String-Theorie nach Ansicht vieler Physiker leider Philosophie, wenn auch sehr reizvolle.

Gruß bye.gif


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Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war,
Ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar,
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Welten die wie ein Stapel Papier nebeneinander existieren, dass ist eine wirklich treffende Beschreibung, von dem was einem auch immer wieder unter Salviaeinfluss offenbart wird. Ich muss immer wieder staunen, wie sehr das, praktisch unabhängig, an empirische Naturwissenschaft angelehnt ist.


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QUOTE(zodd @ Jan 30 2014, 04:01)
QUOTE(Kosmos @ Jan 30 2014, 00:40)
Ich hab jetzt nur den ersten Post gelesen.
[...]
Beim Passieren der Hindernisse jedoch würden die Galaxien einfach außeinander gerissen
[...]
Auch hätten sich die Galaxien ja erst gar nicht so gebildet wie sie sind, wenn die zusätzliche Gravitation nicht von Anfang bis Ende dabei gewesen wäre.
*



Die Hindernisse bleiben da und dadurch dass die Krümmung genau andersrum ist, üben die eine umgedrehte Gravitation auf alles andere aus, sodass die Galaxien von dieser umgedrehten Gravitation einfach abgestoßen werden von diesen Stellen und wandern dann ganz normal weiter auseinander.
*



Ich stehe echt total auf alternative Theorien zur Physik, aber das hier funktioniert einfach nicht, egal ob es saugt ober bläst tongue.gif

Es dürfte überhaupt verdammt schwer werden, mit dem menschlichen Geist eine Welt zu erfassen, welche außerhalb alles für uns physikalisch zugänglichen liegt.
Alleine schon weil ein Multiversum sich sicherlich über mehr als drei Raumdimensionen erstrecken würde kann man sich das nicht mal bildlich vorstellen - die nebeneinander liegenden Branes sind ja auch nur eine Metapher.

Der Versuch des Menschen, die dunkle Materie zu begreifen gestaltet sich ähnlich schwierig wie der Versuch eines Fischs, das Wasser zu begreifen...
Vielleicht ist es auch einfach nur eine Eigenschaft des Raums an sich, dass er auf großen Längenskalen nicht glatt ist.


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Salvia Meister
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Hat eigentlich schonmal jemand von euch in Erwägung gezogen, die Theorie des Urknalls an sich zu hinterfragen?
Das ganze baut nämlich realistisch gesehen auf ziemlich wackelige Argumente auf. Das Standartmodel argumentiert etwa so (korrigiert mich, wenn ich etwas übersehe):
1. Sterne haben eine verschiebung in den Spektralfarben ihres ausgesendeten Lichts.
2. Je weiter Sterne entfernt sind, desto Langwelliger wird das Licht (Rotverschiebung)
3. Schall besteht ebenfalls aus Wellen
4. Wenn sich eine Schallquelle von einem wegbewegt werden diese tiefer (langwelliger) durch den Dopplereffekt
5. Ergo müssen sich weit entfernte Sterne schnell von uns entfernen

Dieser Vergleich von Schallwellen auf kurze Distanz mit Lichtwellen auf unglaublich große Disanzen hinkt IMO. Erst recht, wenn durch die Berechnungen 70% des Universums in Form von Dunkler Materie und Dunkler Energie dazuerfunden werden muss. Außerdem gibt es meines Wissens keine andere Beobachtung, die die Theorie der Expansion unterstützt. (Wenn jemand etwas weiß, raus damit!) Einstein und Newton würden sich bei heutigen Vorgehensweise der Astrophysiker im Grab herumdrehen.

Es gibt auch einige Beobachtungen, die der gängigen Theorie der Rotverschiebung wiedersprechen. z.B. gibt es Körper mit radikal unterschiedlichen Rotverschiebungen, die über Wasserstoffwolken miteinander verbunden sind. Und das, obwohl sie nach konventioneller Berechnung millionen Lichtjahre voneinander entfernt sein sollten.

Außerdem ist noch lange nicht gesagt, das Gravitation die einzige Kraft ist, die zwischen den Himmelskörüern eine Rolle spielt und wir sind weit davon entfernt eperimentel nachweisen zu können, dass sie überhaupt über so weite entfernungen wie z.B. wischen Galaxien überhaupt eine bedeutende Rolle spielt. Des Weiteren wurden die meisten unserer "Naturkonstanten" bestenfalls für wenige Jahrhunderte in einer winzig kleinen Ecke des Universums gemessen. Trotzdem gehen wir davon aus, das sie allgemeingültig und unveränderlich sind.

Die Folge sind Physiker, die sich in phantasiegespinsten Verstricken, den ganzen Tag unverständliches Zeug erzählen und seit über 70 Jahren keine wirklich neuen Erkenntnisse vorzulegen haben.

Alternative Erklärungsmuster wären z.B. das Licht "altert", also langsamer wird, wenn es millionen von Jahren unterwegs war. Oder vielleicht wird das Licht auf dem Weg durch Materie oder Energiefelder abgebremst. Oder die Rotverschiebung hängt von der Masse der Lichtquelle ab (das würde z.B. die starke Rotverschiebung von Quasaren erklären)...

Ein großes Problem von der Urknalltheorie ist, dass sie warum auch immer eine heilige Kuh geworden ist, die nicht hinterfragt werden darf. z.B. die Evolutionstheorie ist so gut, weil sie unzählig Male aus unterschiedlichsten Richtungen kritisiert worden ist, und niemand in der Lage war gute Argumente dagegen aufzubringen. Im gegenteil haben sich alle neuen beobachtungen elegant in die grundlegenden Mechanismen der Evolution eingefügt.
Beim Urknall wird einfach immer gesagt, das ist so, wegen Einstein. Und alle neuen Beobachtungen werden mit viel brechen und biegen so interpretiert, das sie nicht dem Urknall widersprechen.

Als es noch allgemeine Lehrmeinung war, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, wurde sehr präzise ausgerechnet, wie es möglich ist, dass die anderen Planeten solche merkwürdigen Umlaufbahnen hat. Letztendlich hat aber nicht die Mathematik mit dem alten Weltbild zum besseren Verständnis geführt, sondern eine Neuinterpretation der Beobachtungen mit der Sonne als Mittelpunkt von Kreisbahnen.

Das heutige physikalische Weltbild des Universums baut sehr stark auf Mathematik auf, und die ist IMMER nur so gut, wie die Datengrundlage und die interpretation der selbigen. Wenn auch nur eine kleinigkeit übersehen wurde, kann sich das Ergebniss radikal ändern.

Viel interessanter würde ich es finden, physikalisch zu untersuchen, was es mit diesen ganzen Dimensionen auf sich hat, von denen schamanistischen Kulturen und spirituelle Praktiker die ganze Zeit reden und die für JEDEN von uns subjektiv beobachtbar sind. Und es würde auch mit Theorien der Quantenphysik zusammenpassen, die schon sehr lange fest von anderen Universen und Dimensionen ausgeht.

Wenn Interesse besteht, suche ich bei Gelegenheit mal etwas Material mit Argumenten gegen die Urknalltheorie raus.


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post Feb 4 2014, 18:59
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Salvianaut
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Dass es den Dopplereffekt auch bei Licht gibt ist experimentell nachgewiesen und ein Photon abzubremsen ist unmöglich, weil es keine Ruhemasse hat.
Außerdem, wie soll denn ein Lichtstrahl altern, wenn er sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt? Aus Sicht des Photons vergeht keine Zeit wink.gif

Einstein war übrigens sehr unglücklich, weil seine Gleichungen ein expandierendes, oder in sich zusammenfallendes Universum verlangen und hat daher die 'Kosmische Konstante' hinzugefügt, welche das ausgleichen sollte - später bezeichnete er dies als seine 'größte Eselei' alberteinstein.gif

Übrigens, die Dunkle Energie sind 70% und Dunkle Materie 26% - also 96% die dazuerfunden werden mussten was durchaus mit der kopernikanischen Revolution mithalten kann wenn man das kleine Detail außer acht lässt, dass beide nur Hilfskonstrukionen sind, die die Gleichungen intakt halten sollen bis man verstanden hat was wirklich dahinter steht.

Das Problem ist nicht, dass die Physiker so indoktriniert sind, dass sie keine anderen Theorien zulassen wollen - damit würden sie ihre Wissenschaft ja ad absurdum führen.
Bislang gibt es aber keine alternativen Theorien, welche nicht widerlegt werden konnten, während keine der gängigen Theorien widerlegt wurde.
Das Prinzip der Falsifikation - eine Theorie wird so lange verwendet wie sie die Phänomene die sie beschreiben soll besser beschreibt, als alle anderen und es nichts gibt, das beweist, dass sie falsch ist.

QUOTE
Wenn Interesse besteht, suche ich bei Gelegenheit mal etwas Material mit Argumenten gegen die Urknalltheorie raus.

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Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.

Meine Vorfahren ham' Wildscheine gejagt - heut leb ich mit Barbaren die tun, was die Bildzeitung ihn' sagt

Prohibition hat schon im Garten Eden nicht funktioniert - Adam aß den Apfel
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