Cubensis Auf Strohpellets? @ SALVIA-COMMUNITY.net
 

 
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> Cubensis Auf Strohpellets?

post May 19 2010, 08:52
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Tanzbär
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Hallo,
bin endlich wieder richtig dran an der Pilzzucht. Das Stadium der durchwachsenden Polyfil-Einmachgläser (Weizen) ist bald abgeschlossen. Um meinen Ertrag bedeutend zu steigern plane ich folgende Methode auf Strohpellets zur Weiterkultivierung.

Haltet ihr das mit Cubensis für möglich?

Wer sich nicht den ganzen Wikitext antun will hier eine Kurzfassung:

- auf 3kg Pellets 11kg Wasser
- Pellets wässern und etwa 10 bis 14 Tage in einem Gefäß mit Deckel bis zur Fermentation stehen lassen. (bei Schimmelpilz an der Oberfläche wird dieser einfach untergegraben und dem Fermentationsprozess überlassen)
- für 3 kg trockene unfermentierte Pellets etwa ein Liter Körnerbrut
- danach: Pelletsubstrat wird mit Körnerbrut vermischen und in ein Gefäß füllen
- dunkel & relativ kühl lagern
- nach ca 4 Wochen ist das Stroh durchwachsen
- Kann ins Zimmer (Schatten) gestellt werden zum fruchten
- Das ganze Jahr alle vier bis sechs Wochen ernten!!!


Bei Interesse mach ich auch Bilder vom Grow. smile.gif

QUOTE(Wikibooks-Pilzucht)
Strohpellets

Diese eigen sich für alle Strohbewohner. Man muss lediglich die Pellets wässern und etwa 10 bis 14 Tage in einem Eimer oder ähnlichem mit Deckel bis zur Fermentation stehen lassen.

Sollte sich in dieser Zeit Schimmelpilz an der Oberfläche zeigen, wird dieser einfach untergegraben und dem Fermentationsprozess überlassen. Wenn die Pellets leicht jauchig riechen sind Schimmelpilze abgetötet und der richtige Moment ist gekommen sie zu beimpfen. Achtung: Die Strohpellets dehnen sich um das vier- bis fünffache aus, deshalb das Fermentationsgefäß nur zu einem Viertel mit Pellets füllen. Auf 3 kg Pellets zehn bis elf Liter Wasser geben. Die Pellets sollten obenauf nicht zu trocken sein. Am besten kontrolliert man alle zwei bis drei Tage die Feuchtigkeit. Mit fermentierten Strohpellets kann man das ganze Jahr über Pilze in Kunstoffblumentöpfen, Plastikstapelboxen, Foliensäcken usw. züchten. Zum Impfen benutzt man hierbei am besten Körnerbrut. Man benötigt für 3 kg trockene unfermentierte Pellets etwa ein Liter Körnerbrut. Das Pelletsubstrat wird mit Körnerbrut vermischt in ein Gefäß s.o. gefüllt. Überschüssiges Wasser sollte dabei ablaufen können so das keine Staunässe entsteht. Man darf jetzt sogar, wenn es das Gefäß aushält, starken Pressdruck ausüben, so dass möglichst viel Substrat in das Behältnis passt und überschüssiges Wasser abgepresst wird. Achtung! Das überschüssige Wasser ist braun gefärbt, deshalb sollte man diese Arbeit draußen im Garten verrichten. Plastiktöpfe oder andere offene Kulturbehälter müssen mit einer Plastikfolie bedeckt werden. Die Folie darf das beimpfte Substrat nicht berühren. Am besten fixiert man die Folie am Topfrand mit einem Draht oder einer Kordel. Anschließend muss die Folie perforiert werden. Nun stellt man das ganze z.B. in einen Kellerraum. Es reicht wenn dämmriges Licht vorhanden ist. Nach dreieinhalb bis vier Wochen kann die Folie entfernt werden. Jetzt sollte das Substrat komplett vom Myzel durchwachsen sein meist sind schon die ersten Fruchtkörper sichtbar. Die Kultur kann nun im Garten oder im Zimmer in einer schattigen Ecke aufgestellt werden. Ab und zu (nur wenn sich die Kultur trocken anfühlt) sollte mit einer Blumenspritze dafür gesorgt werden, das die Kultur nicht austrocknet. Im Schnitt kann man nun alle vier bis sechs Wochen mit einer Ernte rechnen.
Quelle:http://de.wikibooks.org/wiki/Pilzzucht/_Substrat#Strohpellets

Grüße,
karline slow(en).gif


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post May 19 2010, 09:57
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Strohpellets sind super, hat man nicht den ganzen Aufwand das Stroh erst zerhäckseln zu müssen. Und ist imho für Pans und Cubis fast genauso gut geeignet wie Dung. Ich pasteurisiere meine Pellets allerdings, geht schneller und man hat nicht das Geruchsproblem.

Auf jeden Fall sind Strohpellets auch für cubensis als Bulksubstrat hervorragend geeignet. Wobei die Anzahl der Flushs natürlich dennoch begrenzt ist, das mit dem "das ganze Jahr alle vier bis sechs Wochen ernten" ist etwas hoch gegriffen, nach drei guten Flushs kommt bei mir eigentlich nichts Großartiges mehr und ich werfs danach raus.
Bulken lohnt sich aber trotzdem auf jeden Fall.
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post May 19 2010, 19:12
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Tanzbär
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Danke schonmal, zwei Fragen: Wie pasteurisierst du die Strohpellets und in welcher Umgebung (wie steril) durchmengst du die pasteurisierten Strohpellets mit der Brut? bye.gif


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shiva has come
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post May 19 2010, 22:21
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Pasteurisieren nach Anleitung etwa zwei Stunden bei 70-80 Grad, ich schmeiß das Zeug einfach in einen Topf und gieße heißes, nicht mehr kochendes Wasser drauf und warte ein paar Stunden bis es abgekühlt ist. Die Pellets sind da relativ unproblematisch, da sie hitzegepresst und somit praktisch schon vorpasteurisiert sind.

Beim Vermischen bin ich ehrlich gesagt relativ unvorsichtig, mach ich einfach in der Küche ohne groß auf Sauberkeit zu achten...
Hab so auch durchaus mal ein paar Ausfälle, aber richtig pasteurisiertes Substrat ist resistenter als man zuerst denkt, das gilt auch für Dung.

Halt uns auf dem Laufenden, hier ist sowieso sonst immer so wenig los in der Pilzabteilung^^
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post May 20 2010, 07:08
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Tanzbär
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Aber du weichst die Strohpellets davor schon ein oder? Wie viel Liter Brut auf wie viel Kilo Pellets (trocken) verwendest du so ca? Die Anleitung sagt 1l Brut für 3kg Pellets, was ja schon relativ viel ist oder? Habe einfach wenig Lust dass meine ersten 4 durchwachsenen Gläser anschließend in Pellets gammeln wink.gif

Grüße,
karline bye.gif


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post May 20 2010, 11:10
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Einfach heißes Wasser drauf, dann quellen die Pellets auf, mehr weich ich da nicht ein.
Ich hab keine Ahnung wie viele Kilo trocken man verwenden sollte, ich mach das immer nach Augenmaß, so dass ich nachher ungefähr ein Verhältnis von 1:3 oder 1:4 (Spawn zu fertig gequollenen Pellets) habe. Hab aber auch schon etwas von 1:10 oder sogar mehr gelesen, also vielleicht ist da noch Spielraum.
Da der Trick bei pasteurisierten Substraten aber eigentlich darin besteht diese schnell besiedelt zu kriegen, solange der natürliche Schutzmantel aus Mikroorganismen das Keimen von Fremdsporen noch verhindert, würde ich hier nicht zu hoch gehen...

Mach sonst lieber einfach mal einen Probedurchgang mit wenig Spawn, um ein Gefühl dafür zu kriegen.
Und bei mir hat es sich bewährt der Brut, nachdem sie zerkleinert wurde, erstmal etwas Regenerationszeit zu geben, bis sich wieder etwas Mycel auf der Oberfläche der Körner zeigte.
Ach ja und das Stroh sollte nach dem Pasteurisieren gut ausgedrückt werden, es sollte feucht sein, aber auf keinen Fall nass, sonst gärt das Ganze mit der Zeit.
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