Test: Pflanzen Bewässern Bei 30+ Tagen Abwesenheit @ SALVIA-COMMUNITY.net
 

 
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> Test: Pflanzen Bewässern Bei 30+ Tagen Abwesenheit, tl;dr: Küchenpapier vom Eimer zum Topf

post Mar 10 2019, 01:49
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Grünschnabel


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Neulich war ich spontan für längere Zeit unterwegs und hatte keine Zeit mehr die größeren Zimmerpflanzen - einen Ficus und ein Fensterblatt - unterzubringen. Nach kurzer Suche im Netz zu Bewässerungsmethoden fand ich dieses Video, worin der Trick mit dem Küchenpapier als Favorit hervorgeht. Dort wurde über einen Zeitraum von 12 Tagen getestet. Ich habe die Methode für etwas über einen Monat ausprobiert und es hat ausgezeichnet funktioniert.

Im ersten Bild unten seht ihr die Pflanzen nach über 30 Tagen Abwesenheit: Beide sind wohlauf und sogar ein Wenig gewachsen. Der Ficus hat oben ein paar neue Blätter bekommen und unten zwei oder drei verloren. Das Fensterblatt hat ein neues Blatt hervorgebracht.

Bedingungen
- Nordfenster, d.h. keine direkte Sonneneinstrahlung
- Tontöpfe unversiegelt
- Relativ geringe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung
- Heizung aus, die Heizungsrohre zu den Nachbarn über mir geben aber im Winter recht viel Wärme an meine Wohnung ab, sodass ich kaum heizen muss.

Aufbau/Erfahrungen
- Ich habe die Pflanzen nicht neben die Wassereimer gestellt, wie es im Video zu sehen ist, sondern sie direkt in dem Wassereimer auf einem umgedrehten Topf platziert. Grund dafür war, dass das Küchenpapier tropft, wenn es sich vollgesaugt hat, besonders wenn irgendwo ein "u"-förmiger Bogen oder Knick entsteht. Bei meinem Aufbau muss der Fußboden nicht extra geschützt werden und überschüssiges Wasser findet seinen Weg zurück ins Reservoir.
- In das Wasser habe ich einen kleine Menge NPK-Dünger gemischt. Die genaue Menge weiß ich leider nicht mehr.
- Der Ficus hatte insgesamt drei Küchentücher, zwei davon verliefen vom Eimer in den Wasserablauf des Topfes unten, das dritte habe ich über den oberen Rand gelegt (sh. Foto 2 und 3). Bei meiner Rückkehr war die Erde von oben bis unten feucht, aber nicht nass. Von dem anfangs ca. 20 cm hoch stehenden Wasser in dem (größeren) Eimer war gut die Hälfte weg.
- Das Fensterblatt hatte vier Küchentücher, die alle in den Wasserablauf unten führten. Als ich zurück kam, war die Erde an der Oberfläche trocken und ab ~1 cm darunter feucht. Von den ca. 20 cm Wasser in dem (kleineren) Eimer waren nur noch ca. 5 cm da.
- Die schweren, hohen Pflanzen standen auf dünnen Plastiktöpfen in den Eimern. Ich hatte Sorge, dass sich z.B. durch die Wasserzufuhr oder durch die Ausrichtung der Blätter zum Fenster der Schwerpunkt so weit verlagern könnte, dass die ganze Konstruktion umkippt und das Zimmer unter Wasser setzt. Am Ende hatte ich Glück, aber für's nächste Mal werde ich mir eine stabilere Konstruktion überlegen.

Feedback
Falls ihr Tipps oder Fragen habt, gerne her damit smile.gif
Euer Gartinero

Foto 1: Beide Pflanzen nach über 30 Tagen Abwesenheit
Original: https://i.imgur.com/GfGZA0H.jpg

Foto 2: Ficus - Küchentücher außen
Original: https://i.imgur.com/nHLsRUo.jpg

Foto 3: Ficus - Küchentücher innen

Original: https://i.imgur.com/dkKC2Fu.jpg
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post Mar 10 2019, 02:09
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Salvianaut
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Dein Ergebnis sieht super aus!
Die Kapillarmethode wird auch professionell verwendet, allerdings verwendet man Glasfaserdochte statt Küchenkrepp. Die Glasfaserdochte können nicht durch gammeln und arbeiten viel zuverlässiger.

Der Tusse aus dem Video möchte ich aber jegliches Fachwissen absprechen.

Das Tensiometerprinzip funktioniert auf jeden Fall, weil es einen Regelungsmechanismus hat. Bloß reicht der kleine Kegel für eine wassersaufende Pflanze niemals. Da hätte sie schon 5 Stück davon gebraucht.
Am besten verwendet man gleich Hydrokulturen, die lassen sich viel einfacher automatisieren. Am einfachsten durch die umgedrehte Glasflasche.





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Religion ist die einzige Droge von der es keine unbedenkliche Dosis gibt
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post Mar 10 2019, 03:16
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Grünschnabel


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An Docht hatte ich auch gedacht, davon war aber nichts im Haus zu finden. Es gab nur Paketschnur und die hat nicht funktionert. Dass es Glasfaserdochte gibt, wusste ich nicht, aber es ergibt natürlich Sinn etwas zu nehmen, was dir nicht sofort wegfault.

Mit Hydrokulturen habe ich bis jetzt nur ein Mal experimentiert und das ist leider schief gegangen, aber ich weiß woran es lag und hatte bislang nur noch nicht die Muße das Thema weiter zu verfolgen.
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post Mar 24 2019, 19:45
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Karussellanschubser
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Eine geniale Idee, danke fürs Teilen deiner Erfahrung! good.gif
Das werde ich mir im Hinterkopf behalten, diese Technik ist viel wert, sollte man mal längere Zeit abwesend sein. Darüber habe ich nämlich auch schon öfters nachgedacht, was in so einem Fall dann mit den Pflanzen wäre.

Als ich das letzte mal 1 Woche verreist war, war bereits Oktober und die Sonne schon deutlich schwächer. Da war es aussreichend vor der Abfahrt alle Pflanzentöpfe richtig randvoll anzufüllen, dann habe sie die Woche überstanden.

Da ist es "gut" wenn man im System funktioniert, dann stellt sich die Frage nach dem Verreisen sowieso nicht, weil man entweder keine Zeit hat, oder in der Freizeit dann zu krank ist, um herumzureisen auch noch. Die Pflanzen freuen sich. laugh.gif

Der Tusse in der Sendung möchte ich das Fachwissen ebenfalls absprechen. Das ist so eine typische Sendung aus dem Fernsehen eben. Totale Volksverblödung, viel Tschinbumm um nichts und noch ein bischen Pseudowissenschaft dazu. Das ist so eine richtige RTL-Sendung vom Vormittag. Bin ich froh, dass ich keine Glotze mehr habe.


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Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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