Simpletek @ SALVIA-COMMUNITY.net
 

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> Simpletek, Von Zardoz

Käckёn
post Sep 18 2008, 18:22
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Mit freundlicher Genehmigung vom alten Zardoz veröffentliche ich hier seine SimpleTek, damit nicht immer das Konkurrenzforum verlinkt werden muss. Am Ende springt noch jemand über. rolleyes.gif

edit: Kann das jemand pinnen?

Noch ein Hinweis: Wasserstoffperoxid ist nicht zwingend notwendig (Zardoz selbst nennt es inzwsichen "so nötig wie die Eier vom Papst"), genau wie Kokohum. Die Deckschicht kann auch aus purem Vermikulit bestehen.


Bild: http://img140.imageshack.us/img140/548/simpleteksd5.jpg



Die SimpleTek

Bei der Anzucht von Psilocybe cubensis kann man nahezu jeden beliebigen Aufwand betreiben, sowohl beim Equipment als auch bei der Arbeit, die man sich macht. Manch einer hat weitergehende Ambitionen, wie Ertragsmaximierung oder Mega-Pinsets, andere hingegen sind zufrieden, für sich und die guten Freunde immer ein paar Pilze parat zu haben. An letztere richtet sich dieser Beitrag, dessen Ziel es ist, einmal herauszuarbeiten, was für die erfolgreiche Anzucht wirklich unentbehrlich ist und was nicht. Ich will hier keine prinzipiell neuen Verfahren vorstellen, sondern lediglich meine Erfahrungen aus einem Jahr erfolgreicher Cubi-Grows mitteilen.


1. Materialien

Sporenabdruck
Brennspiritus
Wasserstoffperoxid 10..30%
Polyfill (Aquarienfilterwatte)
Roggen
Vermiculit oder nicht hydrophobiertes Perlite
Kokohum

2. Gerätschaften

kleines Glasschälchen (Uhrglas, Brillenglas, Glasscherbe)
Einwegspritzen 2 cm3
Kanülen 0,9x40
Flamme (Spiritusbrenner, Feuerzeug, Gasherd, keine Kerze!)
Zerstäuber (z.B. Gardena)
kleine Küchenwaage (z.B. Diätwaage +/- 1g)
Meßzylinder (+/- 1ml)
Schnellkochtopf (DDKT, zur Not großer Kochtopf mit Deckel)
Schraubdeckelgläser (Sturzgläser 440ml oder Gurkengläser 720ml)
Farbeimer mit Deckel (neu aus dem Baumarkt)
Thermometer

3. Herstellung der Sporenspritzen

Auf dem Herd lassen wir etwas Wasser ca. 10 min sieden. Unterdessen stecken wir die Kanülen auf die Spritzen, lassen den Kanülenschutz aber noch drauf.
Eine Spritze reicht für 2 Gläser. Nun ziehen wir je ca. 1 cm2 des heißen Wassers auf die Spritzen und stecken den Kanülenschutz wieder auf.
Für die weitere Arbeit benötigen wir einen sauberen Raum möglichst ohne Luftbewegung. Das muß nicht notwendigerweise das Bad sein, selbst sauber wirkende Bäder können Schimmelherde unter der Badewanne oder im Installationsschacht haben. Eine glatte, leicht zu säubernde Arbeitsfläche ist von Vorteil.
Wir reinigen unseren Zerstäuber gründlich und füllen ihn mit frisch zubereiteter Wasserstoffperoxid-Lösung 0,3%. Zwar würde für den nächsten Arbeitsschritt abgekochtes Wasser genügen, aber ich rate dringend davon ab, weil dann der Zerstäuberinhalt viel leichter anfängt zu gammeln.
Damit erzeugen wir in unserem Arbeitsraum einen Sprühnebel, der den größten Teil der Schwebeteilchen mit zu Boden reißt.
Nun wischen wir noch die Arbeitsfläche mit 70%igen Brennspiritus ab (Papiertaschentuch, nicht etwa den Abwaschlappen!) und desinfizieren auch unsere Hände.
Erst jetzt packen wir den Sporenabdruck aus und stellen unser Uhrglasschälchen (oder was wir haben) auf. Letzteres reinigen wir auf der konkaven (hohlen) Seite mit Brennspiritus 70%. Wenn es wieder trocken ist, nehmen wir eine der vorbereiteten, mittlerweile abgekühlten Spritzen, nehmen den Kanülenschutz ab und kratzen mit der Kanüle eine kleine Menge Sporen (ca. 1 mm2) vom Abdruck auf unser Uhrglasschälchen. Dann spritzen 2..3 Tropfen Wasser auf die Sporen, zerteilen eventuelle größere Sporenbrocken durch Umrühren und saugen die erhaltene Suspension wieder auf. Wir achten darauf, dass wir keine Luft mit einsaugen.
Die Spitze (!) der Kanüle halten wir in die Flamme, bis sie anfängt zu glühen und saugen (während die Kanülenspitze in der Flamme ist) ca. 1 cm3 Luft ein. Einige Sekunden abkühlen lassen, den Kanülenschutz drauf, Spritze mit der Kanüle nach oben halten und mit dem Finger ein paar mal gegen die Spritze schnipsen. Man sollte nun lauter kleine dunkle Pünktchen in der Spritze herumschwimmen sehen.
Für jede weitere Spritze beginnen wir wieder bei der Desinfektion des Uhrglases.
Die so erzeugten Sporenspritzen kann man im Kühlschrank gut eingepackt Monate lagern.
Dieses Verfahren mag umständlich erscheinen, denn man könnte ja auch einen halben Print auf eine 20 cm3-Spritze ziehen und damit 20 Gläser beimpfen. Das sollte man jedoch nur tun, wenn man genau weiß, dass der Print 100%ig sauber ist, aber das weiß man praktisch nie. So aber minimieren wir das Kontaminationsrisiko nach dem Prinzip "Teile und herrsche".

edit:

Man kann es sich auch ganz einfach machen, wenn man einen Print auf Alufolie oder Glas hat:
den Print leicht öffnen, mit einer 2cm²-Spritze 1 Tropfen steriles Wasser auf den Print geben. Mit der Kanüle auf dem Alu herumkratzen, damit sich die Sporen vom Untergrund lösen, aufsaugen, fertig. Man kann den Print jetzt aufbrauchen, er sollte mindestens 10 Sporenspritzen ergeben. Man kann ihn aber auch für die spätere Verwendung aufheben, indem man ihn wie ein Zelt in staubfreier Umgebung aufstellt und trocknen läßt.
Ich arbeite ausschließlich nach dieser Methode.

/edit

4. Das Roggensubstrat

Zuerst bereiten wir die Gläser und Deckel vor, indem wir sie gründlich reinigen. Dann schlagen wir mittig in die Deckel ein Loch von ca 5mm Durchmesser, z.B. mit einem entsprechenden Kreuzschraubendreher. Durch dieses Loch ziehen wir eine Wurst aus Polyfill, das darin stramm, aber nicht zu fest sitzen sollte. Den Überstand oben und unten schneiden wir bis auf einen Zentimeter ab. Ein Impfloch von ca. 1mm kann, muß aber nicht.
Entsprechend der Glasgröße sind die Gläser mit Roggen und Wasser zu befüllen.

440ml-Glas: 80 g Roggen, 125 ml Wasser
720ml-Glas: 140 g Roggen, 220 ml Wasser

Die Mengen für andere Glasgrößen sind leicht zu berechnen, wenn man folgendes beherzigt:

Das Verhältnis Roggen : Wasser sollte bei 1:1,55 liegen.
Das Verhältnis Glasvolumen : Roggen sollte etwa 5:1 sein.

Somit hat das Substrat die optimale Feuchte, das Glasvolumen wird voll ausgenutzt und es bleibt nach dem Sterilisieren ein gewisser Luftraum, der unbedingt notwendig ist:

1. zum Schütteln
2. Luftaustausch
3. Platz für die Deckschicht

Alternativ hierzu empfehle ich die Methode nach 4.1.3, die fast ebenso gut mit Roggen funktioniert.

4.1 Das Substrat sterilisieren

Da hier der kleinste Fehler fatale Folgen haben kann, verbietet sich jegliche Improvisation, etwa mit der Mikrowelle. Wir kontrollieren den Dichtungsbereich von Gläsern und Deckeln auf eventuelle Verschmutzungen und Unebenheiten und schrauben die Deckel fest. Zum Schutz des Polyfills vor Kondenswasser machen wir noch Alufolie auf den Deckel und drücken sie am Glas an.

4.1.1 Sterilisieren mit dem Schnellkochtopf

Das ist die Methode der Wahl. Da hier im Forum schon viel über den ordnungsgemäßen Umgang mit selbigem geschrieben wurde, spare ich mir diesbezügliche Hinweise.
Sterilisiert wird 2 mal 45 min im Abstand von ca. 12 Stunden. Dadurch spart man sich Einweichen und Köcheln.

4.1.2 Sterilisieren mit dem normalen Kochtopf

Das ist die Notlösung. Es ist aber keine Improvisation, sondern ein früher häufig angewandtes Verfahren mit Namen Fraktionierte Sterilisation. Man sterilisiert 3 mal 1 Stunde im Abstand von 12..24 Stunden. Die Gläser können ruhig im Wasser stehen, aber nicht direkt auf dem Topfboden. Da man für einen normalen Kochtopf jedoch meist keinen Einsatz hat, muß man sich (z.B. aus 1,5 mm2 starken Kupferdraht) was brauchbares basteln.

edit:

4.1.3 Weizen als Substrat

Der Nachteil der o.g. Methode liegt darin, dass Wasser und Roggen im genau richtigen Verhältnis vorliegen müssen, ansonsten drohen Matsch oder zu trockene Körner. In beiden Fällen wird sich das Mycelwachstum verzögern.
Absolut perfekte Gläser erhält man wie folgt:
Man verwendet Weizen, der ist physiologisch gleichwertig, aber die gekochten Körner sind wesentlich formstabiler als z.B. Roggen, der leicht zum Matschen neigt. Die feste Konsistenz der gekochten (sogar der geplatzten) Weizenkörner ist der Grund, warum man als Angelköder Weizen nimmt und nicht etwa Roggen oder Gerste.

100g Weizen sind 125 ml. Für ein 440ml-Glas benötigen wir 100g, für ein 720ml-Gurkenglas 165g. Wir brauchen keine Waage, sondern nur einen Meßbecher.
Wir geben die benötigte Menge Weizen in einen entsprechend großen Kochtopf und gießen die doppelte Menge Wasser dazu. Wichtig ist, dass wir mit Wasserüberschuß arbeiten. Sollten wir feststellen, dass wir zuwenig Wasser genommen haben, können wir jederzeit was nachgießen.
Das ganze wird auf dem Herd zum Kochen gebracht und köchelt dann unter gelegentlichem Umrühren weiter. Nach etwa 20 min beginnen die ersten Körner zu platzen. Nun können wir die Energiezufuhr abstellen und lassen den Weizen abkühlen. Während dieser Abkühlphase nimmt der Weizen den größten Teil des Wassers auf.
Nach dem Abkühlen spülen wir den Weizen in einem Sieb unter fließend Wasser ab. Wenn er dann abgetropft ist, füllen wir ihn in unsere Gläser und verschließen diese mit Polyfilldeckeln.
Wir lassen die Gläser 12h stehen und sterilisieren dann 1h im DDKT. Sollte das nicht genügen, sterilisieren wir gleich nach dem Befüllen der Gläser 45 min und nach ca. 12 h ein weiteres mal 45 min.
Das Verfahren ist verblüffend einfach, Fehlerquellen sind nahezu ausgeschlossen und es bietet einige Vorteile:

-maximaler Wassergehalt der Körner
-kein freies Wasser im Glas
-kein Kleben, kein Matschen
-Schütteln ist ohne Kraftaufwand möglich

/edit

4.2 Nach dem Sterilisieren des Substrates

Nach dem letzten Sterilisieren, aber vor dem Abkühlen schütteln wir die Gläser einmal durch. Wenn bis hierhin alles geklappt hat, sind alle Körner gleichmäßig aufgequollen, aber nicht geplatzt. Vor allem ist kein freies Wasser mehr sichtbar.

4.3 Beimpfen des Substrates

Sobald die Gläser völlig (!) abgekühlt sind, kann beimpft werden. Dazu nehmen wir die Alufolie vom Glas und benetzen das Polyfill mit etwas 70%igen Brennspiritus, sterilisieren die Kanüle einer Sporenspritze in der Flamme und warten mindestens 10 Sekunden, bis die Kanüle abgekühlt ist. Nun schnipsen wir, wie oben beschrieben, gegen die Spritze. Dann stechen wir durch das Polyfill und injizieren 0,5 cm3 der Sporensuspension. Dasselbe mit dem nächsten Glas. Die Spritze ist nun leer, wir stecken den Kanülenschutz auf und entsorgen sie.


4.4 Besiedeln des Substrates

Die beimpften Gläser stellen wir in den oder die Farbeimer, und diese an einen Ort, an dem idealerweise eine Temperatur von 23..28°C herrschen sollte. Das kann an der Heizung sein oder im Sommer irgendwo in der Wohnung. Zur Variante Raumheizungsnutzung ist zu sagen, dass es mit ein bisschen probieren einfach ist, den richtigen Abstand zur Heizung zu finden. Es empfiehlt sich, unsere Grow-Eimer mit einem Tuch abzudecken (zu verdunkeln). Bei ungünstigen Verhältnissen kommt man aber um eine geregelte Heizvorrichtung nicht herum.
Sobald sich an der Impfstelle ein etwa cent-großer Mycelfleck gebildet hat, schütteln wir das erste mal. Aber nicht mit roher Gewalt. Vielmehr halten wir das Glas schräg und drehen es, so daß die Roggenkörner durcheinanderpurzeln. Nach 2..3 Tagen sollten sich weitere Mycelflecke gebildet haben. In Abständen wiederholen wir das, bis keine Stelle größer als ein 2-Euro-Stück ohne Mycel ist. Wir achten darauf, dass die Substratoberfläche möglichst gerade ist, sonst gibts nachher Probleme mit der Deckschicht.
Beim Besiedeln kann einiges schiefgehen:

1. Es wächst nichts
-nochmal beimpfen. Es lohnt sich, einige Sporenspritzen auf Lager zu haben.
-Wetspot, eine Kontamination. Die entsprechenden Gläser stinken und sind verloren.

2. Mycel wächst nach Schütteln nicht weiter. Wetspot, s. o.

3. alles, was anders aussieht als Cubimycel: umgehend außerhalb der Wohnung entsorgen.

4.5 Abdecken

Wenn nach 7..21 Tagen das Substrat völlig durchwachsen ist, kann es abgedeckt werden. Es macht aber auch nichts, wenn im unteren Bereich des Substrates noch kahle Stellen sind. Erfahrungsgemäß brauchen die letzten Quadratzentimeter am längsten, und da kann man einiges an Zeit sparen.
Als Abdeckmaterial verwenden wir eine Mischung aus Vermiculit und Kokohum. Das Mischverhältnis ist unkritisch, man kann auch jedes für sich allein nehmen. Auf jeden Fall sollte man es sterilisieren oder wenigstens pasteurisieren. Außerdem ist, wie immer bei Abdeckmaterialien, auf ausreichend Feuchtigkeit zu achten.
Wir öffnen die Gläser und tragen 1..1,5 cm mit einem sterilen Löffel auf, drücken leicht an und geben einen Sprühstoß H2O2 0,3% dazu. Dann schrauben wir die Deckel leicht wieder drauf. Die Temperatur sollte weiterhin 23..28°C betragen.
Während die Deckschicht durchwächst, müssen die Gläser in völliger Dunkelheit stehen. Deshalb umwickeln wir sie sorgfältig mit Alufolie. Alle paar Tage kontrollieren wir den Stand der Dinge und geben bei der Gelegenheit einen Sprühstoß H2O2 darauf.

5. Fruchtung

Wenn das Mycel ca. 30..50% der Oberfläche bedeckt hat, ist es Zeit, die Fruchtung einzuleiten. Die größte Rolle spielen dabei Licht und Temperatur.
Unser Grow-Eimer hatte bis jetzt keine spezielle Funktion, außer der Aufbewahrung der Gläser. Für den Rest des Grows wird er uns als Fruchtungskammer dienen. Wir übergießen so viel Vermiculit/Perlite, dass wir den Boden des Eimers damit 2cm hoch bedecken können, mit kochendem Wasser. Nach Abkühlen und Abtropfen verteilen wir das Vermi/Perlite gleichmäßig auf dem Boden des Eimers. Es soll hier als Pufferspeicher für die Luftfeuchtigkeit dienen und gleichzeitig verhindern, dass sich stehende Nässe am Boden bildet. Deckel drauf und fertig. Innerhalb von 24 h bildet sich eine Atmosphäre mit >90% rel. Luftfeuchte.

5.1 Temperatur

Um die Fruchtung auszulösen, sollten wir jetzt die Temperatur senken. Wenn wir z.B. bis jetzt 27°C hatten, senken wir die Temperatur für den Rest des Grows auf ca. 24°C ab. Wenn wir z.B. 23°C hatten, senken wir für einen Tag um einige Grad ab und erhöhen danach wieder auf 23..25°C. Diese Temperatur sollte während des restlichen Grows gehalten werden. Wir können auch einen regelrechten Kälteschock geben und die Gläser (immer noch mit Deckel) über Nacht ins Gemüsefach des Kühlschrankes stellen.

5.2 Licht

Das Licht hat die Funktion, dem Mycel anzuzeigen, wo es sinnvoll ist, Fruchtkörper (FK) auszubilden. In der freien Natur würde das heißen, das Mycel hat die Substratoberfläche durchbrochen und kann hier ungehindert Primordien (Vorstufe der FK) ausbilden. Für das eigentliche Wachstum unserer Pilze hat das Licht keine Bedeutung(*).
Wir müssen hier keinen weiteren Aufwand betreiben mit Lampen o.ä., es reicht diffuses, schwaches Tageslicht. Da unser Grow-Eimer transparent ist, genügt es, wenn wir die Deckel von den Gläsern nehmen.
Allerdings müssen wir darauf achten, dass ab jetzt die Luftfeuchte im Eimer konstant hoch (90..100% rel. LF) bleibt. Das ist dann der Fall, wenn die Innenwände mit kleinen Kondenswassertröpfchen bedeckt sind.
(*) beachte aber nachfolgende Diskussion!

6. Wachstum

Wenige Tage, nachdem wir die Fruchtung eingeleitet haben, bilden sich die Primordien, stecknadelkopfgroße Mycelzusammenballungen, aus denen sich wiederum die Pins bilden, kleine Pilzchen, die sich schon deutlich in Hut und Stiel gegliedert sind.
Die notwendigen Pflegemaßnahmen beschränken sich auf täglich 2-maliges kurzes Lüften. Bei der Gelegenheit geben wir noch einen Sprühstoß H2O2 0,3% hinein.
Das Kondenswasser, dass sich am Eimerdeckel bildet, sollte nicht auf unsere Gläser tropfen. Darum heben wir den Deckel langsam einseitig an und lassen so das Wasser am Deckel und dann an der Innenwand herunterläuft, wo es dann vom Vermi aufgesaugt wird.

7. Ernte

Wenn die Pilzhüte halbkugelig sind, sollte man sie ernten (es sei denn, man will Prints herstellen). Einige meiner Experimente haben ergeben, dass die Pilze, um voll aufzuschirmen, nur noch Wasser einlagern, das wir dann durch Trocknung mühsam entfernen müssen (wenn wir sie nicht frisch verwenden wollen).

8. Wie gehts weiter?

Nach der Ernte ist das Substrat stark geschrumpft. Da es sich nur schwer rehydrieren läßt, verarbeite ich diese Substratreste sehr erfolgreich zu Casings unterschiedlicher Größe. Das aber soll hier nicht Thema sein, vielleicht in einem weiteren Beitrag.

9. Schluß

Was konnten wir gegenüber den üblichen Grows einsparen?

Die ganze Agar-Tek (Petrischalen, Agar, Malzextrakt, Zeit für das Überwachsen der Agarplatten, die Substrainselektion)
Impfbox und Hepa-Filter
Eine Heizvorrichtung
Eine Belüftungs/Befeuchtungseinrichtung
ein Gewächshaus/Growbox (der Eimer ist universell einsetzbar)

Auch die Zeitersparnis ist beachtlich: während ein herkömmlicher Grow vom Beimpfen bis zur Ernte 6..8 Wochen dauert, haben wir nur 4..5 Wochen gebraucht.
Sicher hat die SimpleTek ihre Haken und Ösen, sie ist aber genau so anfängerfreundlich wie die PF-Tek, nur deutlich ertragreicher. Und sie kommt ohne jeglichen technischen Schnickschnack aus.

ZardoZ

Der Beitrag wurde bearbeitet von Käckёn am Sep 18 2008, 18:24 Uhr.
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post Sep 18 2008, 19:00
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Salvia Kenner
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thx 4 posting!
kenne die simple-tek zwar schon (als silent-reader aus dem zp) aber da ich die tage endlich meinen ddkt bekomme, ist find ich den post gut, da ich die anleitung dann nicht mehr aus den tiefen des zp suchen muss tongue.gif

werd neben 1 - 2 casings auch die simpletek anwenden. ergebniss werden gepostet.
natürlich alles aus rein wissenschaftlichen zwecken mit anschließender kompostierung! angel.png
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hogie
post Sep 18 2008, 21:51
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QUOTE(Käckёn @ Sep 18 2008, 19:21)
Am Ende springt noch jemand über. rolleyes.gif

Wenn jemand überspringt, dann wird es Zardoz sein. Davon bin ich überzeugt. tongue.gif
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Käckёn
post Sep 18 2008, 22:25
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wollnwa wetten? tongue.gif

danke fürs pinnen.
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post Nov 20 2008, 19:05
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Grünschnabel


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Wäre der ertrag nicht grösser wen man die gläser stürzen würde?
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hogie
post Nov 21 2008, 22:33
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Bei der Methode wird der Ertrag in erster Linie durch den vorhandenen Wassergehalt begrenzt, weil Pilze nun mal zu 90% aus Wasser bestehen und Getreide im Überschuß vorhanden ist. Es zu stürzen verbessert das nicht, erhöht nur unnötig die Kontigefahr.
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post Nov 26 2008, 14:42
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Grünschnabel


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Hi!

Da ich nach der "Simpletek" arbeite stell ich meine Frage hier herein.
Bei mir sind beim ersten sterilisieren einige Roggenkörner geplatzt (ca. 5 pro Glas).
Hat es noch Sinn weiter zumachen und zu beimpfen oder soll ich nochmal von Vorne anfangen?

Und woran könnte es liegen?

Gruß leo
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Käckёn
post Nov 26 2008, 15:07
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wenn es ganze fünf pro glas sind, wird das nicht furchtbar dramatisch sein. mach ruhig weiter.
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post Nov 26 2008, 15:54
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Grünschnabel


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Okay - Cool! Ich hattes mir ja auch fast gedacht, aber ich dachte bevor ich was versaue frage ich hier nochmal die schlauen Pilzköpfe!

Danke!



Hmmm jetzt habe ich festgestellt das nach dem 2. mal 45 Min. Sterilisieren deutlich mehr Körner geplatzt sind... Es sind immer noch wenige im Vergleich zu den nichtgeplatzten... Aber eher 15 als 5...

Der Beitrag wurde bearbeitet von leo cereus am Nov 26 2008, 16:05 Uhr.
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post Nov 26 2008, 16:07
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Immer noch kein Problem... Solange kein Wasser auf dem Boden des Glases sich befindet, ist alles in Ordnung und die geplatzten Körner werden auch besiedelt. Problematisch wird es, wenn zu viele geplatzt sind und die einen Klumpen gebildet haben.

Der Beitrag wurde bearbeitet von kreanga am Nov 26 2008, 16:09 Uhr.


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post Nov 26 2008, 16:10
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Das Wasser ist weg. Und Klumpen sind auch keine da!°

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post Nov 26 2008, 16:18
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Ich frage mich echt, wie dieser Zardok solche Flush's hinbekommt? Habe nicht mal in Boxen solch eine Anzahl an Fruchtkörpern gesehen.


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Käckёn
post Dec 11 2008, 11:03
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muss sorgfältigst selektierte genetik sein.
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post Dec 19 2008, 13:41
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Salvia Kenner
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Hallo,

welche Form bzw. Größe von den Gläsern hat sich bisher sehr gut bewährt?
Sollten sie eher breit oder eher hoch sein? Bzw. gibt es eine Mindesthöhe?

Ich habe hier recht praktisch noch ein Haufen von Schraubdeckelgläsern,
die ich bisher nur für Marmelade kannte und relativ breit sind. Allerdings
habe ich eines gerade mal bis zum Anfang der Windungen gefüllt und sie
umfassen nur 350ml ... ist das zu klein?

Danke! bye.gif


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Das Gift in meinem Schädel, es hält mich am Leben.
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post Dec 19 2008, 13:58
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Tanzbär
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Am besten sind solche Weckgläser:
Bild: http://bilder.markt.de/content/080307/b/c/bccb37ac_IMG62704.large.jpg

Generell je besser desdo grösser und möglichst wenig/keinen nach innen überstehenden Rand, am besten noch konisch, so dass man sie einfach umstülpen kann. + - 1l sollten die Gläser schon fassen. Müssen aber keine teuren Weckgläser sein.

edit: das mit dem 1l +- ist quatsch, kann auch weniger sein

Grüße,
karline slow(en).gif


--------------------
shiva has come
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