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> Wer Hat Gott Erschaffen?

post Jan 15 2014, 22:33
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Grünschnabel


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QUOTE
aber wenn Zeit nur aus messbaren Zerfallsprozessen bestehen würde könnte man die Zeit nicht krümmen und so diese Zerfallsprozesse verlangsamen oder beschleunigen, was aber dank der Relativitätstheorie möglich ist.

@Zauberer:

Über diesen Widerspruch bin ich auch gestoßen. Das Ganze erklärt sich genau genommen über zwei Prozesse. Du hast bestimmt schon von der TOE (Theory of Everything) gehört/gelesen. Sie will alle 4 fundamentalen Kräfte vereinheitlichen. Früher hat man ja herausgefunden, dass die Elektrizität und der Magnetismus ein und derselben physikalischen Kraft unterliegen. Zu diesem Elektromagnetismus konnte man auch Parallelen der Schwachen und Starken Kernkraft finden. Als letztes ist noch die Gravitation zu nennen, die man bisher nicht verstanden hat und die eventuell mit dem Higgs-Boson zusammenhängt. Als gemeinsames Charakteristika ist ihnen allen eigen, dass sie Energie binden. Der zweite Prozess ist Energie auseinander treiben, was man bisher ebenfalls nicht verstanden hat und annimmt, dass es "dunkle Energie" geben könnte. Diese beiden Prozesse haben das gleiche Ergebnis, sie zerstören Energie. Entweder in einem Schwarzen Loch oder durch Auseinanderreißen von allem, was größer ist als Quarks.

Man kann nur spekulieren, aber vermutlich bleibt eine Restmenge Energie übrig und/oder neue entsteht. Jedenfalls wird unser Universum nicht das einzige sein, weil allein schon das Entstehen darauf hin deutet, dass alle Komponenten vorhanden sind. Wenn jetzt ewig "Zeit" vorhanden ist, wird früher oder später alle Restenergie/neugebildete Energie sich durch Gravitation wieder binden und dann auseinandergeschleudert, es ur-knallt also erneut.

QUOTE
Kann ich mir so nicht vorstellen, die Theorie "Der Clou dabei ist, dass sich die kalte massenlose Leere und der heiße dichte Urknall mathematisch miteinander identifizieren lassen." klingt irgendwie nicht schlüssig.

@Zauberer:

Wenn man davon ausgeht, dass der Raum Energie erzeugt, wird ja der Energieerhaltungssatz nicht eingehalten. Das Universum umgeht dieses Problem, indem es sich selbst wieder zerstört. Wie gesagt, das Universum ist nur eine Anomalie oder ein Zwischenstadium. Die ständige Dynamik, die wir als Zeit verstehen, ist das Ergebnis des "Kampfes" der beiden fundamentalen Prozesse BINDEN und AUSEINANDERDRIFTEN. Das Ganze passt meines Erachtens nach sehr gut zur Relativitätstheorie, die du ja eher als Gegenbeweis siehst. Denn jene sagt: Die Raumzeit ist relativ zu Energie (ergo ohne Energie keine Zeit) UND sie sagt: In Schwarzen Löchern endet die Zeit. Im Schwarzen Loch endet außerdem die Dynamik der beiden Prozesse, die Gravitation hat lokal gewonnen, sprich die ZEIT endet.

Jetzt dürfte aber wirklich alles klar sein biggrin.gif

EDIT:
@zodd: deine Idee schließt sich im Übrigen nicht aus mit meinen Vorstellungen. Wenn das Bewusstsein Gott darstellt und er sich die Regeln der Welt selbst ausgedacht hat, um sie danach selbst zu erleben und wir alle Teil davon sind, dann ist das ist Metaphysik und ich sehe keinen Widerspruch wink.gif

Der Beitrag wurde bearbeitet von Triebfeder am Jan 16 2014, 00:11 Uhr.
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post Feb 2 2014, 23:12
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Grünschnabel


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raum und zeit sind meiner meinung ganz klar illusion, erfindung des menschen. wurde ja ja hier schon erwähnt, dass sie relativ sind. das hauptproblem liegt glaub ich darin, dass uns beigebracht wurde uns auf unsere zu verlassen, dass sie die einzige wahrheit abbilden und nur die wissenschaft recht hat.

ich glaub die meisten hier im forum sind sich eineig, dass es da mehr gibt. ich bin mir ziemlich sicher dass eines tages verstanden wird, dass wissenschaft, philosophie, gefühle und psychonautik quasi das selbe sind. jeder teilbereich hat halt leider nur seinen standpunkt, die dinge zu sehen.

das problem liegt mmn darin, dass die wissenschaft als "DIE" wahrheit irgendwo in der mitte als subjektive wahrheit angefangen hat. von die erde ist eine scheibe um die sich die sonne dreht haben wir uns schon weiter in richtung wahrheit bewegt. leider forscht man "rückwärts". damit will ich sagen, dass wir längst grobe physikalische gesetze haben aber für die kleinstbausteine kein verständnis. der string theorie wird vorgewurfen sich nicht mit anderen erkenntnissen vereinen zu lassen, was ich völlig verständlich finde. hätte man doch theoretisch erst die string theorie aufstellen müssen und darauf hin geladene teilchen, atome.. erforschen müssen.

sind es doch diese kleinstbausteine, strings oder was auch immer, die leztendlich alles erklären werden. das universum besteht ja aus einer urmasse. leider denken wir immer in wörtern, die alles klar voneinander abgrenzen, obwohl es doch dasselbe ist. warum können wir wohl auf salvia ein baum, stein, stuhl oder was weis ich sein?

in meiner ganz persöhlichen thoerie könnte dies noch wichtig werden:

ich glaube der mensch wird sich noch weiterentwickeln. er hat bereits ein bewusstsein und die fähigkeit mehr nachzudenken als er brauch um zu überlegen. vielleicht befinden wir uns halt einfach in einer unangenehmen übergangsphase. wir wissen dass wir mehr können als wir brauchen doch noch nicht wie wir diese resource nutzen sollen. irgendwie ist aber jedem bewusst, dass wir die mentale kraft nicht haben um stumpf vor uns hin zu leben. das ziel ist dass jeder dieses "salvia-verständnis", die verbundenheit zu allem verinnerlicht und aufbaut. wenn wir statt nur der stuhl neben uns jeder stuhl, jeder stein und jeder mensch(...) in diesem universum sind, die verbindung wiederhergestellt haben die am "anfang" da war.

an dem punkt KANN es nicht mehr weiter gehen. wir verbinden uns wieder zu einer masse. und suprise, suprise es folgt ein urknall. mit anderen worten es entshet von alleine.

schwer zu erklären aber die kleinstbausteine von den ich oben sprach sind mmn auch nicht wirklich da. sie können eigentlich nur masse- und volumenlos sein.

ich hoffe dadurch erübrigt sich die frage nach gott.

danke für jeden, der das liest. hab ehrlich gesagt fast ne stunde geschrieben. (zehn-finger- kurs fürn arsch smile.gif
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post Mar 19 2014, 22:30
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Boltzmann-Gehirne laugh.gif Blubb, da wars geschehn...

http://www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/bd...ect_id=31782104

http://frag.wikia.com/wiki/Was_ist_ein_Boltzmann-Gehirn

http://www.final-frontier.ch/boltzmann-gehirne tongue.gif

Ach ja, lass mich raten, hast nicht so viel Ahnung von Physik? Hattest erste S-Trips hinter dir? UJa, da kommt das Weltbild schon ins Wanken...Aber dein PC und dein Navi Funzt ja...also ist das nicht sooo falsch. Es sei denn, Du bist ein Boltzmann Gehirn. Hmm


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Ich kann sehr gut Menschen umgehen.
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post Mar 21 2014, 15:19
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Grünschnabel


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Bestimmt hat jeder von uns schon einmal gedacht, dass er der einzige auf dieser Welt wäre, der tatsächlich so etwas wie ein Bewusstsein hat und alle anderen sind nur "seelenlose Zombies" sind oder Figuren, die nur in unserer Vorstellung existieren. Descartes sprach vom bösen Gott, der ihn täuschen wolle und ihm ständig eine Art Traum-Welt vorgaukelte. Psychotische Zustände rufen Wahnvorstellungen einer "falschen Realität" hervor und geben diesem Gedankenspiel zusätzlichen Stoff: "Was ist, wenn ICH der einzige Verrückte bin?" (vgl. Matrix, Shutter Island und Inception)

Vorstellung bedeutet, Erfahrungen in veränderter Form zusammenzusetzen. Götter, Fantasyfiguren und Science-Fiction erinnern in ihrem Aussehen alle an Tiere, Menschen, Technik und Natur. Träume sind deshalb individuell, weil sie Erfahrungen erneut abspielen. Die Wahrnehmung filtert die Eindrücke, so dass sich unser Bewusstsein auf das Wesentliche konzentrieren kann. In Wirklichkeit haben wir aber JEDE EINZELNE Person, die in unseren Träumen vorkommt, schon einmal gesehen.

Die Sache mit dem Boltzmann-Gehirn ist also ein Widerspruch. Denn wie kann ein spontan entstehendes Gehirn sich etwas vorstellen, das nicht existiert? Ich habe früher gerne den "Editor" von Spielen genutzt. Dort hat man Zugriff auf alle Elemente eines Spieles und kann diese auf der Landkarte platzieren. So kann man z.B. eine eigene Rennstecke konstruieren. Genau so funktioniert auch unser Gehirn: Es setzt aus den Sinneswahrnehmungen eine Realität zusammen (Konstruktivismus).

Die innere Welt ist somit eine Teilmenge der viel größeren äußeren Realität. Der äußeren Realität wiederum liegen Naturgesetze zugrunde, weshalb die Wissenschaft funktioniert (ich kann einen Apfel millionenfach in die Luft werfen, er wird durch die Gravitation wieder nach unten gedrückt). Das Universum funktioniert nach gewissen Regeln und beinhaltet nur gewisse Elemente - es gibt also eine bestimmte Anzahl an möglichen Zuständen. Wir haben es genau wie bei meiner Rennstecke mit einer konstruierten Welt zu tun, wobei noch unklar ist, welchem Baukasten sie unterliegt (manche sagen Gott - ich sage, der Raum selbst schafft die Materie).
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post Mar 22 2014, 08:13
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@Boltzmann-Gehirne:
Krank, und ich dachte ich sei der einzige der so verrückte Vorstellungen hat, dabei hat das schon längst 'nen wissenschaftlichen Namen. biggrin.gif

@Gartenfreund:
Du wirfst mir zu viel durcheinander, wenn eine Argumentation Sinn ergeben soll muß man sich auf eine Logik einigen und die besteht mindestens aus den Zuständen WAHR und FALSCH, eventuell auch noch aus Zuständen dazwischen, aber eben doch verschiedene Zustände und nicht alles ist eins, wenn man zwischen verschiedenen Gegenständen, Gedanken, Bewußtseinsebenen, Wissenschaftszweigen nicht differenziert, sondern alles als eins ansieht kann man auch zufällig auf eine Tastatur tippen, anstelle Texte zu formulieren, weil der Zufall genauso Teil des Bewußtseins sein müßte, aber zum Glück gibt es eben doch das Chaos was uns einzigartig macht.

Deswegen sind auch Triebfeders Aussagen falsch, denn selbst wenn unsere Welt rein deterministisch ist und es keine durch den Zufall entstehenden Gedanken geben kann, so gibt es doch verschiedene Variationen und Zwischenstufen von Gedanken. Aus zwei Personen kann man unendlich viele Zwischenstufen bilden. Ein Apfel wird mit sicherer Wahrscheinlichkeit niemals zweimal auf die selbe Weise runterfallen, weil sich Raum und Zeit ändern. Der Apfel hat eine Temperatur und die Atome des Apfels und der Luft bewegen sich und bilden unvorstellbar viele Kombinationsmöglichkeiten, auch wenn der Fall des Apfels makroskopisch gleich aussehen mag, wird es doch nie der selbe Fall sein.
Es kann nicht bloß ausschließlich Variationen der Realität geben, da die einzelnen Bausteine deines Editors (Gott) auch erschaffen worden sein müssen, also müßte Alles schon immer existiert haben oder aber es entsteht tatsächlich neue Information aus dem Zufall.
Wenn man ein 4-dimensionales Bild des Universums malen würde, dann könnte man eventuell tatsächlich sagen, alles hat schon immer existiert, aber wenn man sagt ein Gehirn kann plötzlich entstehen, dann setzt man eine Bewegung in der Zeit voraus und damit auch die Möglichkeit, daß neue Information entstehen kann, also kann ein neu entstandenes Gehirn sich auch etwas vorstellen das bisher nicht existiert hat und eventuell ein reines Gedankenkonstrukt ist.

Damit sind wir wieder bei meinem ersten Beitrag in diesem Thema angekommen, denn entweder man argumentiert in der Zeitlinie oder man betrachtet sie von außen: https://www.salvia-community.net/index.php?...ndpost&p=303190

Gz
dZ

Der Beitrag wurde bearbeitet von Zauberer am Mar 22 2014, 08:42 Uhr.


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post Mar 22 2014, 12:19
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Erstens braucht das Gehirn die Sinneseindrücke, um überhaupt einen Gedanken fassen zu können und Vorstellungen zu konstruieren. Man müsste also von einer Boltzmann-Person sprechen, die kein isoliertes Gehirn hat, sondern ein dynamisches, welches Informationen aufnimmt und umwandelt (Wenn wir die Augen öffnen, spielen wir eine DVD auf unserem Gehirn-PC).

Zweitens müsste es dann das geben, wo jene Boltzmann-Person entstanden ist (echte Realität) und die Vorstellung jener Person (Wahrnehmungs-Realität). Unser Gedankenspiel nimmt an, dass wir nur in der Vorstellung jener Person existieren. Dazu aber würde die Synthese aus Wahrnehmungs-Realität und Identität nicht länger existieren. Ich wäre demnach ein Wesen, dass sich als Ich fühlt und einen Unterschied zwischen Wahrnehmungs-Realität und echter Realität erlebt/erfährt. Immer wieder bin ich auf Sinnestäuschungen hereingefallen. Wie aber kann ich mir in meiner Vorstellung vorstellen, dass etwas Zustand A entspricht und dann wahrnehmen, dass es doch Zustand B hat?

Die Welt wäre eine fließende, die ich immer neu editieren kann und damit auch wahrnehmbar meinen Wünschen nach gestalten kann. Ich möchte fliegen? Gut, dann kann ich das, ist ja mein Spielplatz! Dass es aber Regeln gibt, über die ich mich nicht hinweg setzen kann, bedeutet drittens, dass eine echte Realität existiert und diese vorgibt.

Der Beitrag wurde bearbeitet von Triebfeder am Mar 22 2014, 12:21 Uhr.
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post Mar 22 2014, 17:07
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Ich war garnicht so weit gegangen diese Boltzmann-Gehirne als 'göttliche' Gehirne zu definieren, sondern betrachte das eher als zwei getrennte Konstrukte, aber das macht letztendlich keinen großen Unterschied bei meiner Argumentation.
Das ganze sind allerdings nur hypothetische Gedankengänge, falls dieses 'göttliche' Gehirn tatsächlich existieren sollte, was ich natürlich nicht beweisen kann.

QUOTE(Triebfeder @ Mar 22 2014, 12:19)
Erstens braucht das Gehirn die Sinneseindrücke, um überhaupt einen Gedanken fassen zu können und Vorstellungen zu konstruieren.

Wenn ein Gehirn aus dem Nichts entstehen kann, dann können auch Gedanken und Erinnerungen aus dem Nichts entstanden sein und die kann das Gehirn dann endlos in der inneren Vorstellung variiren und durchdenken.

QUOTE(Triebfeder @ Mar 22 2014, 12:19)
Zweitens müsste es dann das geben, wo jene Boltzmann-Person entstanden ist (echte Realität) und die Vorstellung jener Person (Wahrnehmungs-Realität).
Wie aber kann ich mir in meiner Vorstellung vorstellen, dass etwas Zustand A entspricht und dann wahrnehmen, dass es doch Zustand B hat?

Den realen Zustand nehmen wir nicht wahr, wir sind wie Personen die das Gehirn sich erträumt und leben ausschließlich in der Traumwelt dieses Gehirns.

QUOTE(Triebfeder @ Mar 22 2014, 12:19)
Die Welt wäre eine fließende, die ich immer neu editieren kann und damit auch wahrnehmbar meinen Wünschen nach gestalten kann. Ich möchte fliegen? Gut, dann kann ich das, ist ja mein Spielplatz! Dass es aber Regeln gibt, über die ich mich nicht hinweg setzen kann, bedeutet drittens, dass eine echte Realität existiert und diese vorgibt.
*


Ja die echte Realität existiert, aber du wirst sie nie wahrnehmen können, es sei denn das 'göttliche' Gehirn entwickelt äußere Sinne mit denen es diese Welt wahrnehmen kann und unsere kollektive Traumwelt paßt sich dann dieser realen Welt an.


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post Mar 22 2014, 21:08
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QUOTE(Zauberer @ Mar 22 2014, 18:07)
Wenn ein Gehirn aus dem Nichts entstehen kann, dann können auch Gedanken und Erinnerungen aus dem Nichts entstanden sein und die kann das Gehirn dann endlos in der inneren Vorstellung variiren und durchdenken.

Den realen Zustand nehmen wir nicht wahr, wir sind wie Personen die das Gehirn sich erträumt und leben ausschließlich in der Traumwelt dieses Gehirns.


Ja die echte Realität existiert, aber du wirst sie nie wahrnehmen können, es sei denn das 'göttliche' Gehirn entwickelt äußere Sinne mit denen es diese Welt wahrnehmen kann und unsere kollektive Traumwelt paßt sich dann dieser realen Welt an.

Wenn man es so annimmt, funktioniert das. Ich habe jetzt aufgezählt, was unserem Gehirn nicht möglich wäre. Wenn das Boltzmanngehirn das alles kann, funktioniert es komplett anders. Wenn es aus sich selbst heraus eine Welt schöpfen kann (in 7 Tagen vielleicht?), würde ich es stattdessen als Gott bezeichnen.

EDIT: Warum aber soll ich davon ausgehen, dass es etwas gibt, das keinen Einfluss auf unser Leben hat? Gott ist für mich eine unnötige Hypothese. Es ist nur ein Gedankenspiel, das nicht widerlegt werden kann.

Der Beitrag wurde bearbeitet von Triebfeder am Mar 22 2014, 21:51 Uhr.
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QUOTE(Triebfeder @ Mar 22 2014, 21:08)
Wenn man es so annimmt, funktioniert das. Ich habe jetzt aufgezählt, was unserem Gehirn nicht möglich wäre. Wenn das Boltzmanngehirn das alles kann, funktioniert es komplett anders.

Komplett anders würde ich nichtmal behaupten, es ist einfach wesentlich größer als ein Menschenhirn, weil es Milliarden von Menschenhirnen simulieren muß, ich waaage auch zu behaupten, daß die Kreativität mit der Gehirnmasse exponentiell ansteigt, weil die Anzahl der möglichen Schaltzustände der Neuronen eines Gehirns ebenfalls exponentiell mit der Anzahl steigt.
Auch ein Menschenhirn ist übrigens in der Lage Informationen quasi zufällig aus dem Nichts zu erschaffen, das nennt sich Neuronentröpfeln, einzelne Neuronen feuern dabei ohne ein Eingangssignal bekommen zu haben, einfach weil ihnen langweilig wurde. ^^

QUOTE(Triebfeder @ Mar 22 2014, 21:08)
Warum aber soll ich davon ausgehen, dass es etwas gibt, das keinen Einfluss auf unser Leben hat? Gott ist für mich eine unnötige Hypothese. Es ist nur ein Gedankenspiel, das nicht widerlegt werden kann.
*


Ich denke es geht bei der Theorie mit diesem göttlichen Gehirn darum alles in Frage zu stellen, weil die gesammte Welt die wir erleben und unsere Körper Teil einer großen Phantasie seien können und wir in Wirklichkeit in einer Form existieren könnten die wir nie verstehen können, da es sein kann, daß wir keine Sinne haben die tatsächliche Realität zu erleben.
Die Tatsache daß sich so eine funktionierende Theorie aufstellen läßt zeigt einfach, daß nichts unmöglich ist und wir die Realität immer hinterfragen müssen.


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QUOTE(Triebfeder @ Mar 22 2014, 21:08)
EDIT: Warum aber soll ich davon ausgehen, dass es etwas gibt, das keinen Einfluss auf unser Leben hat? Gott ist für mich eine unnötige Hypothese. Es ist nur ein Gedankenspiel, das nicht widerlegt werden kann.

Ich weiß, der Thread ist alt...

"Ein Gedankenspiel, dass nicht widerlegt werden kann", im Grunde also jede Form der Wissenschaft. Viele bestreiten hier, dass es einen Gott gibt, versuchen allerdings den "Urknall" mit Halbwahrheiten und groben Behauptungen aus irgendwelchen N24 Dokus zu erklären. Ich bin nicht gläubig, ich glaube aber auch nicht an jede Behauptung von Wissenschaftler XY. Nur weil ich eine Behauptung nicht widerlegen kann ist sie immernoch nicht richtig. Es kann mich also einen Scheiss interessieren, was irgendwelche pseudo wissentschaftler alles so behaupten. An der Stelle verweise ich gerne an eine Doku über DMT, die ich mit Vorfreude auf Netflix gucken durfte. 45 Minuten billig produzierter Müll, am Ende blieb offen ob DMT "neue Dimensionen eröffnet".....

Intelligenz kann durch Zufall enstehen, das ist bewiesen. Genauso ist die Evolution seit langem keine Theorie mehr, sondern eine logische Erscheinung. Alles was leben kann lebt, meine Interpretation. Nur weil Spezies 1 einen Nachteil gegenüber 2 hat muss diese nicht gleich aussterben. Es gibt für mich also keinen Grund an einen Gott zu glauben! smile.gif
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QUOTE(KuechenSalbei @ Feb 10 2016, 17:23)
Intelligenz kann durch Zufall enstehen, das ist bewiesen.
*



Wodurch??

Intelligenz kann ja nichtmal durch Planung enstehen mrgreen.gif, gelungen ist das offensichtlich noch nicht.

Die Evolution zu bestreiten wäre sicher unsinning aber anzunehmen das die Theorie komplett ist, wir schon alles wissen ist noch viel unsinniger biggrin.gif

Wissenschaft ist insofern kein Gedankenspiel weil sie eben Vorraussagen trifft und nach Falsifikationen expilzit sucht, was die Religion ja grade nicht macht.

QUOTE(KuechenSalbei @ Feb 10 2016, 17:23)
Genauso ist die Evolution seit langem keine Theorie mehr, sondern eine logische Erscheinung.
*



Logisch ist das keine Theorie jemals abschliessend bewiesen werden kann und darum immer Theorie bleibt. Kant legt das doch sehr nahe und die Falsifikation steht aus.

Ich empfehle dringend Descartes, der nichtmal weit genug ging und nicht konsquent genug zweifelte (mit tüchtiger Hilfe des Glaubens übrigens) dry.gif

Der Beitrag wurde bearbeitet von Herr von Böde am Feb 10 2016, 18:04 Uhr.


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Was ist denn Intelligenz?
Wir machen Erfahrungen, bewerten Sie, versuchen zu antizipieren, können abstrahieren ...

Und frag Dich wie intelligent der Mensch ist
- beim Raubbau der Regenwälder
- beim stetigen Kriegen und Morden
- über 2000 Tierarten sind vom Aussterben bedroht
- ettliche sind neuerdings schon ausgestorben: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_neu...S%C3%A4ugetiere

Allein die USA geben jedes Jahr für Kriege zwischen 70 und 180 Mrd. US$ aus ...

Jedes Jahr verhungern knappe 9 Millionen Menschen.

Wie intelligent ist es, als oberstes Ziel "Wirtschaftswachstum" auszurufen?
wie intelligent ist es, bedruckten Scheinchen hinterher zu laufen?

Unsere Intelligenz hält sich definitiv im Rahmen. Das einzige was uns Retten kann ist eine evolutionäre Entwicklung.

Der Beitrag wurde bearbeitet von fluchsDirMaus am Feb 10 2016, 18:04 Uhr.


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it can get you to our deepest sense of unity and to a life that flows out of it.
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post Feb 10 2016, 18:09
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Salvianaut
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OK kurzes Gedankenspiel.

Was ist wenn wir zb auf dem Mars, dem Mond IO o.ä Planeten durch unsere Besuche bereits mit diversen Bakterien kontaminiert haben ?
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt das unsere Raumfähren und Sonden keineswegs steril sind, sondern viele Bakterien sogar teils über Biofilme die Oberflächen besiedeln.

Nach den jetztigen Erkenntnissen über Extremhabitate auf der Erde (Säureseen mit pH unter 2, multizelluläre Würmer in 3km Tiefe, riesige Ökosysteme an super heißen Tiefseequellen,
abgeschlossene Hohlräume in Gesteinen mit alleiniger Schwefelnahrungsquelle etc.)
wäre es nicht verwunderlich sondern nur logisch das bereits einige dieser Bakterien auf fremden Planeten Fuß gefasst haben.

Umso mehr Sonden wir verschicken und Planeten wir besuchen steigt hier zumindest statistisch die Chance Planeten langfristig zu kontaminieren.

Löst das in 1,5 milliarden Jahren vielleicht auch eine neue Artenevolution aus ? Wenn man bedenkt das bei uns alles auf RNA ebene angefangen haben soll,
sind die Informationen in heutigen Bakterien nahezu revolutionär.
Dementsprechend schnell setzen sich hier auch evolutionäre Anpassungen durch.

Wenn wir jetzt davon ausgehen das unserer Planet ebenso angeimpft wurde (Panspermie Theorie) , kann man damit übertragen das sich Götter selber erschaffen bzw vermehren ?

Dann musst du nur nach dem Ursprung der organischen ! Aminosäuren suchen die in den unzähligen Kometen stecken und umherfliegen. Da wo die herkommen gibt es sicherlich noch mehr,
und müssten meiner Meinung nach dann auch rein definitionsmäßig Gott beherbergen.

Der Beitrag wurde bearbeitet von Waaagh am Feb 10 2016, 18:11 Uhr.


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Ich denke man muss gar nicht soweit gehen die Intelligenz (wie auch immer man sie definiert) als ein großes Rätsel der Mainstreamwissenschaften herzunehmen.
Allein dea Bewusstsein, die Fähigkeit zur Wahrnemung ist völlig ungeklärt.
Nicht nur wie sie sich entwickelt hat sonedrn auch was das überhaupt ist.

Reduktionisten sagen es gäbe kein Bewustsein. Einfach weil sie keine Sprache dafür haben, weil sie es nicht erklären können.
Nichtmal der Ort des Bewustseins kann lokalisiert werden. Im Gehirn? Ja aber wo denn da??

Genauso sinnvoll ist es zu sagen man hätte keine Hände. Oder man sei selber gar nicht da.
(dieser Zweifel ist philosophisch auch sehr sinnvoll, will man aber überhaupt über mehr als Philosophie reden muss man den logischen Fehler ignorieren und vorraussetzen das man da ist).

Das führt ganz sicher nicht zwangsläufig zu Gott, zeigt aber deutlich das etwas fehlt. Das wir längst nicht alles wissen.

QUOTE(Waaagh @ Feb 10 2016, 18:09)
...und müssten meiner Meinung nach dann auch rein definitionsmäßig Gott beherbergen.
*




Das begrenzende dabei dürfte die Zeit sein, ob die ausreichte damit sich zufällig Gott entwickelte??

Für mich wird genau anders herum ein Schuh draus, nicht Gott ist Ursprung des Universums oder des Seiesns sondern das Sein ist die Genese Gottes.

Auch wenn ich das bezweifle find ich die Idee philosophisch viel schöner biggrin.gif

Der Beitrag wurde bearbeitet von Herr von Böde am Feb 10 2016, 18:28 Uhr.


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post Feb 10 2016, 18:25
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Salvianaut
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oben editiert...

Der Beitrag wurde bearbeitet von Herr von Böde am Feb 10 2016, 18:27 Uhr.


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