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> Schule Des Lebens, Über die Realität und was dahinter steht

post Mar 31 2016, 15:15
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Salvia Kenner
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Heyo!

Ich habe mir in letzter Zeit mal wieder vermehrt über unsere Wirklichkeit Gedanken gemacht und ein Weltbild entwickelt, dass ich gerne mit euch teilen würde. Vorallem würde ich gerne eure Meinungen dazu wissen!
Als Grundlage dafür muss man in erster Linie zwei Ideen annehmen:
- Bewusstsein in Abhängigkeit von Sinneswahrnehmungen
- Einen (Quanten-)Computer mit unendlich viel Rechenleistung

Wer sich damit schwer tut wird sich mit der Theorie auch schwer tun. Umgekehrt kann man allerdings viel daraus ableiten.

Um es einfacher zu machen gehen wir mal von einem Universum wie wir es jetzt kennen aus. Wir können erahnen, dass es eventuell in naher Zukunft Quantencomputer gibt, welche mehr Rechenleistung haben als alles was wir kennen. In ferner Zukunft vielleicht mehr Rechenleistung als es Teilchen im Universum gibt. Abgesehen von der Frage, "wo" diese Information dann verarbeitet wird, resultiert daraus die Möglichkeit, unser Universum komplett zu simulieren.
Desweiteren gehe ich von einer weiteren geistigen Entwicklung der Menschheit aus. Vielleicht schaffen wir es mit unserem Geist aus diesem materiellen Universum auszubrechen. Denken wir einfach ins Jahr 3.000, 30.000 oder 3.000.000, je nach dem wie optimistisch ihr in die Zukunft blickt. Ich kann diese Art der Existenz nicht beschreiben und jeder Versuch wäre eine unnötige, gar schädliche Einschränkung und Verbildlichung. Aber den Gedanken, das fraktale Prinzip nach dem die Materie aufgebaut ist, kann man, denke ich, auch auf den Geist ausweiten. Ich fände es viel schwieriger dem Geist eine Grenze nach oben zu setzen.
Vielleicht werden Bewusstseine dann nicht mehr geboren sondern erzeugt. Ihre Natur, in erster Linie aus Information zu bestehen, ermöglicht die Geburt von Geist aus dem Nichts (bzw. Energie). Aber dieses Bewusstsein würde sich wahrscheinlich von den Bewusstseinen, die sich entwickelt und den Prozess des menschlichen Lebens durchlaufen haben, unterscheiden. So wie man vielleicht in ein paar hundert Jahren einen Menschen komplett klonen kann kann man dann vielleicht auch die Seele klonen. Bei einem geklonten Mensch gehe ich allerdings aus, dass dieser seinem Original nur biologisch gleicht. Die Kopie hat nicht die Erfahrungen durchgemacht, die der echte Mensch gemacht hat. Der Mensch (und alles andere) existiert nicht aus sich selbst heraus, sondern ist auch immer das Resultat seiner Umwelteinflüsse.

Eine "geklonte" Seele wäre also leer an Erfahrungen. Was machen wir mit Menschen, die noch nicht wissen, was so auf dem Planeten abgeht? Wir schicken sie zur Schule. Die ersten 20 Jahre seines Lebens verbringt der Mensch das bisherige Wissen der Menschheit aufzuholen. Er lernt über Sprache, Schrift, Vergangenheit, Gegenwart und den Umgang miteinander. Erst nach diesem Prozess ist er fähig sich in der Gesellschaft zu bewegen und sinnvoll zu betätigen.

Was, wenn diese Entwicklung auch für den Geist gilt?

Was würde man einem künstlich erzeugten Bewusstsein beibringen, bevor es Teil der Gesellschaft wird?

Hier setzen die Bilder und Erfahrungen aus der Salviawelt ein. Unser Bewusstsein ist vielleicht ein Kind in der Schule eines höheren Systems. Damit es überhaupt versteht, warum alles so gekommen ist, muss es erst mal ein materielles Leben durchleben. Im Zweifelsfall sehr viele.
Ich weiß nicht, was wir hier lernen sollen. Ich schätze es geht darum die immateriellen Güter zu schätzen. Liebe, Verständnis, Respekt, Einheit. Diese Werte lernt man vermutlich am besten, wenn man selber entdeckt, dass alles andere vergänglich ist. Zumindest in unserem irdischen Leben. Ich glaube auch, dass das doch immer die tiefere Erkenntnis ist, die weise Menschen ausstrahlen. Sei es in dem Moment, wo man einfach mit Freunden im Hier und Jetzt ist, seien es die letzten Worte eines alten Manns auf dem Sterbebett. Das deckt sich auch mit dem buddhistischen Bild des Kreislaufs der Seele. Erst, wenn sie ausgelernt hat, befreit sie sich aus der materiellen Welt und steigt in höhere Kreise auf.
Wir sind alle Schüler einer Klasse und werden immer wieder neue zusammengesetzt, damit wir voneinander lernen können. Am meisten lernen wir aus Problemen und Schwierigkeiten, deswegen treffen wir immer wieder auf Leute, mit denen wir nicht zurecht kommen. Wie könnten wir anders die Kunst des Zusammenlebens lernen?


Es ist nur schwer zu verbildlichen, aber vielleicht hilft es, sich unser Bewusstsein als Kind in einer Schule in einer höheren Dimension vorzustellen. Wir sitzen mit einer Virtual Reality Brille in der Klasse und arbeiten uns durch unser Leben. Eine riesige Maschine erschafft dabei die Welt, die wir erleben sollen. Das ist der Quantencomputer mit viel viel Rechenleistung. Wie aber kann er am Effizentesten arbeiten? Wir wissen, dass der Mensch der Maschine in vielen Aspekten voraus ist. Wir haben ein komplexes Raster anhanddessen wir Entscheidungen treffen können. Ein Programm dagegen lernt nicht dazu und ist nur für eine Aufgabe gedacht.
Der Schlüssel, den wir jetzt gerade entdecken, ist die Programmierung von intelligenten Systemen. Sie sind in der Lage sich selbst weiter zu entwickeln und über jede Generation hinweg ihre Aufgabe besser zu meistern. Kleiner Vergleich: Wir pflanzen Getreide an oder züchten Fische, um sie nachher zu verzehren. Es wäre für uns ungleich schwieiger, selbst aus Energie die jeweiligen Produkte zu synthetisieren. Ein Fisch dagegen wächst einfach wenn man ihn füttert. Es ist viel bequemer ihm diese Aufgabe zu überlassen und ihm dann einfach die notwendigen Ressourcen zu kommen zu lassen.
Wie kann man den Kindern in der Schule also das Lehrmaterial mit möglichst wenig Aufwand zur Verfügung stellen? Man erschafft Leben, dessen einziger Sinn es ist, dies zu realisieren. Im Austausch dafür bekommt es die Energie, die es zum Leben braucht. In dem Quantencomputer "leben" also ganz viele Einheiten, die nichts anderes tun als dem Schulkind eine Realität zusammen zu basteln. Das Kind lebt in dieser Realität als Mensch und lernt, was es so zu lernen gibt, bevor es die Schule des Materiellen Lebens verlässt.
Dabei ist es die einzige Aufgabe dieser kleinen Wesen, alle nötigen Sinneseindrücke zu erschaffen, die die Illusion eines menschlichen Lebens erfordert.
Dabei gibt es eine Lücke im System: Störe ich die physikalischen Grundlagen meines Gehirns, die eingehenden Sinne zu verarbeiten, geht auch die Illusion verloren. Dies passiert zum Beispiel beim Sterben, bei Nahtoderfahrungen, bei Drogenerlebnissen oder Meditation/Gebet. Jedem dieser Ereignisse liegt die (temporäre) Unfähigkeit des Hirns, sich die Umwelt aus Sinneneindrücken zu erschaffen, zugrunde.

In der höheren Welt ist es vielleicht so, dass bei einem Kind gerade die Virtual Reality Brille kaputt geht, zumindest bei vorübergehenden Veränderungen wie beim Salvia Konsum. In diesem Fall hat es "Pause" und kehrt in sein Klassenzimmer/seine echte Welt zurück. Für die anderen Kinder ist das Verhalten des einen Kindes dann albern. Es sollte doch Mensch sein und Lernen, stattdessen läuft es gerade in der höheren Welt rum!

Natürlich sind alle Bilder mit Vorsicht zu genießen und wirklich nur als Bild zu nehmen, aber ich finde es ein interessantes Deutungsmuster. Alles, was ich weiß, lässt sich darin einweben.
- Die Unwahrscheinlichkeit, dass das Universum genau auf uns zugeschnitten ist
- Die kleinen Wesen, die andauernd die Realität erschaffen müssen
- Das Kichern und die Albernheit, sobald man sein irdisches Ich verlässt
- Die Vorstellungen der gängigen Religionen des Menschen als Kind Gottes, welches die Erde erst wieder verlässt wenn es hier was Sinnvolles (hier gehen die Ideen, was sinnvoll ist, auseinander) erreicht hat
- Die Ungenauigkeit in der Quantenpyhsik (erst durch einen Beobachter entsteht was Festes)

Auch sehe ich darin die konsequente Fortsetzung bestehender Möglichkeiten:
- Simulation eines Universums (im Moment sehr beschränkt, aber nach oben hin offen)
- Die Entwicklung sich selbst weiterentwickelnder Werkzeuge (ein Programm, welches dafür LEBT, seine Aufgabe zu erfüllen)


Was dieses Modell meiner Meinung nach nicht beantworten kann:

- Ob es überhaupt existiert

- Was unsere Aufgabe hier ist

- Wie oft wir hier hin gehen müssen

- Was uns danach erwartet

- Ob wir wirklich Kinder sind oder auch nur Wesen, die einen Zweck erfüllen

- Ob die höheren Wesen wissen, wo sie her kommen

- Ob es jemals Menschen gab oder es einfach nur eine gute Methode ist, den Seelenkindern etwas über Vergänglichkeit und Werte beizubringen

- Was das alles hier soll

- Ob unser Universum als durchgehende Realität besteht oder nur die Szenen erstellt werden, die gerade beobachtet werden



Eventuell werde ich noch mal ein paar Sachen dazu schreiben, aber im Groben habe ich alles ausgedrückt was ich sagen wollte. Ich finde, dass sich alles, was ich erfahren habe, in dieses Bild einweben lässt.


Ich würde mich mega freuen über euer Feedback! Vorallem über Aspekte, die wir hier als gültiges Wissen anerkennen und die nicht in dieses Modell passen.

Lg, AD #1

Der Beitrag wurde bearbeitet von AD #1 am Mar 31 2016, 17:59 Uhr.
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Salvianaut
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Schöne Ideen,

ist Dir die Omegapunkt -Theorie von Tippler ein Begriff ?

Omegapunkt- Wikipedia

Sicher in Teilen schon längst wiederlegt doch schöne Gedanken, die zeigen wozu der Mensch fähig ist.
Es wir davon ausgegenagen das die "Wiederauferstehung" nichts anderes ist als die Emulation (perfekte Simulation) des einst Gegebenen (und Wahrscheinlichen).
Ein Hochleistungsrechner emuliert jede mögliche Wirklichkeit zum Ende des kontrahierenden Universums, die Energiedichte ist zu dem Zeitpunkt hoch genug um die Rechenleistung zu erbringen.
Perfekte Simulation bedeutet hier Indentität mit dem was simulier wird. Was philosophisch auch kein großes Problem ist

Wird der Mensch oder irgend eine ander Spezies die einzige Möglichkeit der Unsterblichkeit oder der Wiederbelebung darin erkennen einen solche Rechenmaschiene (durchaus als Gott übersetzbar) zu konstruieren oder durch KI die Möglichkeit zu schaffen das eine solche Maschiene in ferner Zukunft konstruiert wird, wenn klassisch biologisches Leben im Universum schon lange nicht mehr möglich ist, werden intelligente Spezies das auch versuchen.
Noch schöner an der Theorie ist das dies nicht in unserem Universum passieren müsste. Aus evtl. unendlich vielen Parallelluniversen müsste es nur eines schaffen eine solche Omegapunkltrechenmaschiene hervorzubringen um jede mögliche Wirklichkeit (die Möglichkeit einer Wirklichkeit wird duch die quantenmechanischen Wahrscheinlichkeiten beschrieben) subjektiv unendlich zu simulieren.

Noch schöner an der Therorie war das diese ziemlich exakt durchgerechnet war, trotzdem werden natürlich viele nötigen Vorraussetzungen einfach angenommen (was auch eingeräumt wird) und bleibt dami natürlich hoch spekulativ.

Trotzdem ist es glaube ich genau diese Fantasie, dieses Spekulationsbedürfniss das/die Wissenschaft tatsächlich weiterbing, ohne Abweichung vom Weg gibt es nichts Neues.

Mir gefallen Gedanken wie Du sie äusserst völlig egal wie richtzig oder falsch sie sind, sie sind nötiges Futter für den menschlichen Geist biggrin.gif

Auch ethisch hat die Theorie einen gewissen Wert, denn sie bezieht ihre Informationen natürlich aus der gegeben Wirklichkeit, zu der jeder einzele Mensch, Alien, jeder einzelne Frosch und Wurm beigetragen haben (das sie sich so zeigt und nicht anders). Die Verbundenheit von Allem wird also klar postuliert.



Der Beitrag wurde bearbeitet von Herr von Böde am Apr 1 2016, 03:34 Uhr.


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post Apr 1 2016, 14:08
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Salvia Kenner
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Passt gut darein, ja. Ich frage mich aber, wie Leute es schaffen die Theorie zu widerlegen?
Ich meine Ockhams Rasiermesser rasiert natürlich auch über diese Theorie drüber, aber wie kann man sie denn aktiv ausschließen? Ich finde denjenigen Wissenschaftler, der ausschließt, dass wir in einer Simulation leben, genauso unseriös wie denjenigen, der es zu 100% bewiesen haben will. Wir sollten uns lieber die Option offenhalten und ab und zu einen Blick auf die Ungereimtheiten werfen und überlegen, welches Erklärungspotenzial alternative Ideen bieten.

Was mir durch die Omegapunkt-Theorie auch noch eingefallen ist: Wie unwahrscheinlich ist es eigentlich, dass wir die "ersten" sind in diesem echten Universum? Also wie vermessen ist die Annahme, dass wir im "Originaluniversum" leben in Zeiten, in denen wir schon sehr gewohnt sind an Theorien wie Big Bounce oder Paralleluniversen. Es würde doch reichen, wenn, wie du meintest, nur eine einzige Kultur es geschafft hat Quantencomputer zu entwickeln. Und neugierig wie sie sind spielen sie dann allerlei Szenarien durch. Das würde auf jeden Fall die ganzen quantenphysikalischen Ungenauigkeiten erklären, mit denen wir uns rumärgern dürfen. Die Frage, wo das Universum unserer Erschaffer dann herkommt, beantwortet die Theorie nicht. Ich finde das allerdings beruhigend und logisch. Eine abschließende Erklärung zur Herkunft des Systems durch einen Beobachter, der Ausgeburt dieses Systems ist, ist für mich unseriös.

Diesen Artikel hab ich gestern noch zufällig entdeckt. Dort geht es um Parallelen zwischen den Eigenschaften von schwarzen Löchern und Quantencomputern. Sehr interessant, auch wenn man die Assoziationen natürlich nicht 1:1 übernehmen kann. Aber es ist eine neue Sichtweise und hilft vielleicht neue Zusammenhänge zu erkennen.


Würde mich freuen wenn jemand beschreiben kann inwieweit sich meine Schultheorie mit seinen/ihren Salviaerfahrungen deckt und wo es Widersprüche gibt.

Lg, AD #1
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post Apr 1 2016, 21:58
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Interessante These!
Und wieder einmal ist es die Salviawelt, die so viele Inputs und Parallelen für neue Weltbilder gibt. In vielen deiner Beschreibungen finde ich mich wieder und habe sie so, oder in sehr ähnlicher Weise, auch selber unzählige Male in der Salviawelt erlebt.

Das Salvia mehr ist, als einfach nur eine schnöde "Halluzination" oder ein "Rauschgift", dessen bin ich mir auch absolut sicher. Da habe ich keinen Zweifel.
Kopien, geklonte Ichs, ein Kind in der Schule, Rückkehr ins Klassenzimmer in die echte Welt, alleine bei diesen Stichworten setzt bei mir dieses garstige Salviafeeling ein. biggrin.gif Mit diesen Stichwörtern würde ich Salvia auch zusammenfassen.
Im Wesentlichen deckt sich mein Weltbild welches ich von Salvia erhalten habe mit deinem. Nur den von dir erwähnten Quantencomputer habe ich auf Salviareisen noch nie getroffen. Ich persönlich erlebe das immer als Salviawheel das im Hyperraum rotiert. Also das alles umfassende Etwas, das räumlich und zeitlich nicht definiert ist, und von dem es auch kein ausserhalb oder davor gibt, ist der Hyperraum oder auch Subraum. In diesem Hyperraum existieren unzählige Universen, die wie ein aufgeschlagenes Telefonbuch auf einer Art rotierendem Gebilde - dem Salviawheel - rotieren. Eines davon ist unser Universum.
In diesem Universum lebe ich als Seele, die für eine bestimmte Zeit einen Körper hat, danach kehre ich zur "Matrix" zurück, ein Kollektiv aus Ichs das sich um dieses Salviawheel herum befindet.
Möglicherweise ist auch das Salviawheel ein Quantencomputer, der diese Welten in einer Simulation erschafft und nicht "real" sind.

Es ist aber auch gar nicht so wichtig, sich hier auf exakte Begriffsbestimmungen festzunageln, denn vieles was man auf einer Salviareise erlebt, muss in metaphorischem Sinn verstanden werden und nicht im wortwörtlichen Sinne.
Der Knackpunkt ist, dass Salvia das bekannte Weltbild aus dem Alltag über den Haufen wirft und aufzeigt, dass dahinter noch wesentlich mehr steckt, ähnlich als ob man sein Leben lang in der gleichen Höhle gewesen wäre, und nach Jahrzehnten kommt man raus und entdeckt, dass es jenseits des bisher bekannten Horizonts noch weitaus mehr gibt, ja sogar das dort, die eigentliche Existenz ist, unabhängig davon ob man das jetzt als "Gott", "Matrix", "Quantencomputer" oder "Hyperraum" bezeichnen möchte.
Und genau dazu sind Psychedelika wie Salvia und DMT perfekt, nämlich das radikale Wegsprengen von Brettern vorm Kopf und das völlige über den Haufen werfen, alter ausgetretener Denkmuster, hin zu Sichtweisen, die ohne solche Instrumente niemals greifbar gewesen wären.
Genau aus diesem Grund, sollte jeder Naturwissenschaftler, Philosoph oder Theologe einmal Reisen mit diesen Substanzen unternommen haben, denn das kann wirklich fundamentale neue Sichtweisen liefern.

Die Idee des Quantencomputers finde ich auch ausserhalb von Salvia interessant.
Mir kam die Idee zum Ersten mal, als ich 1999 Matrix gesehen habe.
Die Idee dahinter ist wirklich genial und tatsächlich würde man es nicht merken, dass die gesamte Realität eine Simulation ist, wenn man nie aus der Simulation heraus käme und erkennen würde, dass ein Computer die ganze Zeit, diese Realität vorgegaukelt hat. Die Überlegung ist echt gut! Und ein Beweis des Gegenteils kaum möglich!
Man muss sich zwar vor Augen halten, dass man wirklich eine pervers leistungsfähige Hardware braucht um ein derartig komplexes Gebilde zu simulieren, alleine schon eine Hand voll Sand die man in die Luft wirft, bräuchte eine immense Rechenpower um diese Materie wirklich Elementarteilchen für Elementarteilchen in Echtzeit zu rendern, aber grundsätzlich sollte es möglich sein, wenn die Hardware mitspielt und ein Quantencomputer wäre das geeignetste, was auch in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen könnte.
Algorithmen zur Performanceoptimierung könnte man nach einem Prinzip übernehmen, dass auch heutige 3D-Engines so machen und im Wesentlichen darauf abzielen, dass man nur die unmittelbare Umgebung des Users detailgetreu rendert und weiter entfernte Objekte nur ein Gittermodell mit einer Textur sind.
Das restliche Universum könnte dann einfach eine animierte Skybox sein.

Ein Punkt der mir im Zusammenhang mit einer computergenerierten Scheinwelt auch mal eingefallen ist, war, dass die Unschärferelation ein Resultat aus dem Renderprozess ist. Ab einer gewissen Detailtiefe muss man aufhören, bzw. man kann die Umgebung nur bis zu einer gewissen Detailtiefe darstellen. Bei heutigen Spielen liegen Texturen auf einem Gittermodell. Geht man nah genug ran und hat die Möglichkeit immer weiter rein zu zoomen, entdeckt man, dass 1 Pixel, die feinste mögliche Auflösung ist. Wenn man bei unserer Materie immer tiefer "hinein zoomt" dann entdeckt man irgendwann, dass sich Impuls und Ort eines Elementarteilchens nicht beliebig genau bestimmen lässt. Das könnte ein Resultat daraus sein, dass hier einfach die Rendergenauigkeit erschöpft ist, wenn es sich um eine computergenerierte Welt handelt.

Ein Punkt den ich aber mittels Computer nicht für realisierbar halte, ist ein künstliches Bewusstsein, also eine echte künstliche Intelligenz.
Über künstliche Intelligenz wird oft ähnlich falsch-positiv berichtet wie über das Beamen. Natürlich gibt es Algorithmen, die lernfähig sind, Strategien durschauen, Assoziationen entwickeln, Spielzüge vorrausehen und solche Dinge. Das ist aber kein prinzipielles Problem, dass ist heute schon machbar. Ein lernfähiges Computerspiel, dass ist geschenkt.
Was ich aber nicht für möglich halte, ist das erzeugen von einem echten "Ich".
Also ein wirkliches Ich-Bewusstsein. Das ist DER Knackpunkt, der den Menschen von einem Computer unterscheidet. Ein echtes Ich-Bewusstsein, hätte man dann erschaffen, wenn man dem Computer einen Befehl gibt, und er sagt aus eigener Initiative dazu: "Nein, dass will ich nicht, machs doch selber!!" unsure.gif
Das stelle ich mir als wahnsinnig schwierig vor.
Und genau aber dieses Ich-Bewusstsein unterscheidet uns Menschen von einem reinen Rechenautomaten, der nur Operationen ausführt.

Aber das Thema "Ich" ist wahnsinnig spannend und auch ich bin erst durch Salvia auf dieses Thema gekommen. Also war es wieder die Salviawelt, welche die Augen für diese neue Anschauung geöffnet hat. Hätte ich nie Salvia konsumiert, dann wäre das Ich eben Ich, also der Mensch der vorm Spiegel steht.
Heute weis ich, dass Ich aus 3 Teilen bestehe. Einem Körper, einem Geist (die Software im Gehirn) und dem Ich.
Das "Ich" ist jenes Etwas, dass den Funken zündet, was uns zu bewussten Menschen macht, der einen eigenen Willen hat. Würde man nur aus Hardware und Software, also aus Fleisch und Signalen im Gehirn bestehen, hätte man dieses Ich nicht. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, der Spruch scheint echt zu stimmen. Woraus, dh. aus welcher Materie oder was auch immer, nun aber dieses "Ich" besteht, kann ich ebenfalls noch nicht beantworten.
Aber Salvia hat mir in diese Denkrichtung die Augen geöffnet.
Salvia reisst das Ich aus dem Körper heraus und plötzlich erkennt man, dass das 3 vollkommen verschiedene Komponenten sind.


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post Apr 1 2016, 23:19
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Soeine Theorie wird dann wiederleg wenn Vorrausetzungen die sie macht sich als nicht zutreffend erweisen.
ZB. hat Tipler eine bestimmte Masse des Higgs Bosons vorausgesetzt.
Inzwischen ist die Masse weitgehend bekannt.
Wenn die Masse nun nicht stimmt ist die Theorie in der Form wiederlegt.

Das heisst jetzt jetzt nicht das die Masse tatsächlich nicht passt, ich hab weder Tiplers Angaben noch die gemessenen tatsächlichen Werte im Kopf.

Aber auf diese Weise werden Theorien wiederlegt. Sie machen zwingendeVorraussagen, wenn die nicht eintreten stimmt mit der Theorie etwas nicht.

Anders herum geht es aber nicht, wenn Vorhersagen sich als richtig erweisen ist das eben kein Beweis für die Richtigkeit der Theorie.

Daran erkennt man auch eine wirkliche wissenschaftliche Theorie, sie muss (durch sich selbst begründete)Vorhersagen machen.

Der Beitrag wurde bearbeitet von Herr von Böde am Apr 1 2016, 23:25 Uhr.


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post Apr 2 2016, 00:09
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Exakt. Nennt sich Falsifikation.


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