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SALVIA-COMMUNITY.net _ Showcase _ Salvia Divinorum - Vom Samen Zur Pflanze

Geschrieben von: kleinerkiffer84 Oct 23 2020, 19:52

In den vergangenen Wochen durfte ich Zeuge einer botanischen Sensation werden.
Eine meiner Salvias hat geblüht und sogar Samen gebildet.
Nachstehend möchte ich eine Fotoserie anfügen, die den Werdegang dokumentiert.
Jetzt interessiert mich natürlich vor allem, wie man Samen möglichst effektiv keimen lassen kann. Da ich selber ebenfalls noch nie aus Samen eine Salvia gezüchtet habe, sondern immer aus Stecklingen, möchte ich hier etwas Informationsaustausch betreiben, welche Bedingungen herrschen sollten, damit Samen effektiv keimen.

Hat hier jemand bereits Erfahrung mit der Keimung von Salvia Samen?

Original: https://i.imgur.com/JH0M3KQ.png

Original: https://i.imgur.com/GYPtHhL.png

Original: https://i.imgur.com/6Y1uFdr.png

Original: https://i.imgur.com/QzBsDar.png

Geschrieben von: hogie Oct 23 2020, 20:31

Ich würde sie unter weitgehend sterilen Bedingungen aufziehen, dass Schimmel und Fäulnis keine Chance hat. Etwa wie bei Pilzen. In den Deckel eines Schraubglases ein Loch hauen, dicht mit Polyfillwatte zu stopfen. In das Glas selbst kommt statt Getreide wie bei Pilzen ein feuchter Steinwollewürfel. Das Glas wird so autoklaviert und unter möglichst sterilen Bedingungen mit den Salviasamen beimpft. Diese kann man vorher einige Zeit z.B. in verdünnter Wasserstoffperoxidlösung einweichen. Durch den Polyfillstopfen kann ein steriler Gasaustausch statt finden. Die Feuchte kann man den Steinwollewürfeln von ihrer Farbe gut ansehen. GGf. kann man durch die Polyfillwatte steriles Wasser oder Nährlösung nach spritzen. Solche Stopfen kann man mit einer Kanüle durchstechen, ohne das Glas öffnen zu müssen.

Original: https://abload.de/img/mycelglas8bkii.jpg


Geschrieben von: harekrishna Oct 24 2020, 04:13

Keimfrei zu arbeiten, ist vielleicht nicht bio, aber tatsächlich verringert es den Stress auf die Pflanzen. Gerade Salvia reagiert extrem empfindlich auf Bakterien, deshalb würde ich mich in dem Fall Hogie anschließen.

Vielleicht noch eine Keimhilfe? Manche schwören auf Huminsäure.

Geschrieben von: chronic Oct 24 2020, 12:20

QUOTE(hogie @ Oct 23 2020, 21:31)
Ich würde sie unter weitgehend sterilen Bedingungen aufziehen, dass Schimmel und Fäulnis keine Chance hat. Etwa wie bei Pilzen. In den Deckel eines Schraubglases ein Loch hauen, dicht mit Polyfillwatte zu stopfen. In das Glas selbst kommt statt Getreide wie bei Pilzen ein feuchter Steinwollewürfel. Das Glas wird so autoklaviert und unter möglichst sterilen Bedingungen mit den Salviasamen beimpft. Diese kann man vorher einige Zeit z.B. in verdünnter Wasserstoffperoxidlösung einweichen. Durch den Polyfillstopfen kann ein steriler Gasaustausch statt finden. Die Feuchte kann man den Steinwollewürfeln von ihrer Farbe gut ansehen. GGf. kann man durch die Polyfillwatte steriles Wasser oder Nährlösung nach spritzen. Solche Stopfen kann man mit einer Kanüle durchstechen, ohne das Glas öffnen zu müssen.


Der feuchte Steinwollewürfel hat wenn er nicht gepuffert wird einen pH Wert von ca. 8- 8,5. Das ist ziemlich basisch für Saatgut einer Pflanze die in ihrer Heimat in humosen Waldböden in Gewässernähe steht. An diesen Standorten ist mit einem leicht sauren, bzw. sauren Boden zu rechnen. Das heißt konkret, Salvia einfach in einen Steinwollewürfel zu drücken wird spätestens nach aufgehen der Saat den Keimling "verbrennen". Ein neutraler bis ganz leicht saurer pH Bereich ist daher anzustreben.
Die Angabe z.B. in verdünnter Wasserstoffperoxidlösung einweichen ist als vage an zu sehen. Welcher Wert ist angestrebt um die Keimschicht nicht zu schädigen? Diese Technik wird bei Pilzen mit 3% H2O2 durchgeführt weil man bei denen das Gewebe mit anderen Mitteln schädigen würde. Selbst nach einer Behandlung mit H2O2 bleiben oft noch Kontaminanten übrig, was jeder schon mal erlebt hat der versucht hat Wildpilze zu Klonen. Bei den meisten Samen ist diese Behandlung ohnehin unnötig, da sie in der Schale hemmende Substanzen gegen verschiedene Mikroorganismen haben. Die verschiedenen Salvia Arten machen diesbezüglich keine Ausnahme.
Bei der vorgestellten Methode ist zudem durch das geschlossene Milieu und trotz der durchgeführten Massnahmen mit Schimmel zu rechnen. Wenn dieser Weg dennoch beschritten wird sollte man Ahnung von pflanzlichen Gewebekulturen haben um die Sache richtig zu machen und mit einem Wechselbad von Bleiche und Alkohol die Samen soweit vor zu bereiten das sie in das Nährmedium gesetzt werden können. Für die einfache Keimung wird MSO, also Murashige & Skoog Medium ausreichen. Problematisch ist das anschließende Umsetzen auf ein zu SD passendes Medium.

QUOTE(harekrishna @ Oct 24 2020, 05:13)
Keimfrei zu arbeiten, ist vielleicht nicht bio, aber tatsächlich verringert es den Stress auf die Pflanzen. Gerade Salvia reagiert extrem empfindlich auf Bakterien, deshalb würde ich mich in dem Fall Hogie anschließen.

Vielleicht noch eine Keimhilfe? Manche schwören auf Huminsäure.
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Sicher ist keimfreies Arbeiten Bio. Was ist daran unnatürlich? Das kommt in der Natur auch vor. Man denke nur an das naheliegendste Beispiel mit der Kokosnuss. Das innere ist so Keim arm das man das Wasser junger frischer Nüsse als einzigsten Stoff in der Natur Menschen zur Not infundieren kann. Viele Pflanzen arbeiten mit ähnlichen Verfahren. Ein weiteres Beispiel ist Sphagnummoos. Was man nicht aus den Augen verlieren darf ist die Tatsache das eine keimfreie Umgebung Mikroorganismen magisch anzieht wenn es eine Schwachstelle gibt. Daher sollte man es sich wirklich gut überlegen ob man selber in der Lage ist eine solche Atmosphäre zu schaffen. Auch finde ich nicht das Salvia empfindlich auf Bakterien reagiert. Das Pflanzengewebe reagiert empfindlich auf unsachgemäßes Handling wenn Keime in verletztes Gewebe gebracht wird. Die Pflanze an und für sich ist sogar relativ robust wenn die Parameter stimmen. Eine gewisse Bakterien- und Mikroorganismenlast ist sogar für das Wohlergehen notwendig. Da verhält sich Salvia wie der Mensch.
Das zugeben von Huminsäure würde ich mir vorher gut überlegen wenn ich Erfolg mit meiner Anzucht haben möchte. Das ist viel zu derb. Einige Saaten mögen das weg stecken, jedoch so etwas bei seltenen Saatgut ein zu setzen ist schon fahrlässig. Zumal wenn man sich mit den verwendeten Stoffen und Materialien nicht wirklich auskennt. Eleganter ist es mit GA3 zu arbeiten. Natürlich nicht mit der puren reinen Substanz.

Wie ich an die Sache ran gehen würde weiss ich. Dazu gebe ich an anderer Stelle gerne meinen Senf wenn erwünscht.

Geschrieben von: hogie Oct 25 2020, 02:08

Ich denke, dass es auf jeden Fall keinen Sinn macht, die Samen einfach in den Balkonkasten zu drücken und warten, was passiert. Das macht KK aber nicht. Es macht auf jeden Fall Sinn, so etwas in einem Forum zu diskutieren, wo jeder auch spontane Ideen einwerfen kann, die man dann hinterfrägt. Am Ende kommt dann bei genügend Beteiligung auch vielleicht etwas heraus, was Chance auf Erfolg hat. Daher nur keine Eile und gutes Gelingen!


Geschrieben von: harekrishna Oct 26 2020, 09:12

Chronic, ich weiß das auch, aber ich habe dieses Jahr etwa 50 Stecklinge gemacht und beobachtet, dass viele abstarben, weil sie mit (feuchter) Erde in Berührung gekommen sind. Wasserstecklinge waren hingegen sehr einfach zu bewurzeln.

Zudem waren verholzte Stecklinge resistenter gegen die Bakterien, als die frischen, weichen Steckies. Insofern leite ich die Vermutung ab, dass Keimlinge wahrscheinlich ähnlich anfällig für Keime sind. Nur so nebenbei entwickeln sich die STecklinge in Hydrokultur sehr gut - wachsen jedoch ein wenig langsamer, vermutlich weil sie weniger Sauerstoff erhalten.

Was sagt Ihr denn zu Aspirin als Keimhilfe?

Geschrieben von: chronic Oct 26 2020, 11:25



QUOTE(harekrishna @ Oct 26 2020, 09:12)
Chronic, ich weiß das auch, aber ich habe dieses Jahr etwa 50 Stecklinge gemacht und beobachtet, dass viele abstarben, weil sie mit (feuchter) Erde in Berührung gekommen sind. Wasserstecklinge waren hingegen sehr einfach zu bewurzeln.

Zudem waren verholzte Stecklinge resistenter gegen die Bakterien, als die frischen, weichen Steckies. Insofern leite ich die Vermutung ab, dass Keimlinge wahrscheinlich ähnlich anfällig für Keime sind. Nur so nebenbei entwickeln sich die STecklinge in Hydrokultur sehr gut - wachsen jedoch ein wenig langsamer, vermutlich weil sie weniger Sauerstoff erhalten.

Was sagt Ihr denn zu Aspirin als Keimhilfe?
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harekrishna ich habe das mit den Stecklingen nicht in Abrede gestellt. Das was du im letzten Beitrag schreibst ist richtig. Bei Stecklingen handelt es sich um Pflanzenteile mit verletzten Gewebe. Klar sind die anfälliger weil sie Eintrittspforten für Keime haben. Erde ist grade für viele Pflanzen mit weichem Gewebe nicht zu empfehlen. Besser man nimmt ein gutes Kokos Substrat oder Perlit. Noch besser ist frisches Sphagnum Moos mit seinen besonderen Eigenschaften. Zudem bei richtiger Handhabe eine Ressource die auch Zuhause weiter wächst und sich so nachhaltig nutzen lässt. Selbst altes ausgelaugtes Sphagnum kann noch als Additiv in Substraten als Torfersatz genutzt werden. Und der Wassermethode durch ihre antiseptischen Eigenschaften wie auch ihrem lockeren luftigen Wuchs überlegen.

Sicher sind Keimlinge empfindlich. Doch auf eine andere Art und Weise als Stecklinge. Da hat die Natur schon vorgesorgt das sie durchkommen. Hier wieder kommt es darauf an wie die Umweltbedingungen und das Substrat sind. Damit kann man schon viel raus reißen, bzw. ausschließen.

Aspirin als Keimhilfe halte ich für problematisch. Wie bzw. was soll da funktionieren? Dagegen hat Weidenwasser im Frühjahr als Bewurzelungshilfe angewendet eine lange Tradition. Dabei gehen Hormone in das Wasser über. Quellende Bohnen werden im Mittelmeerraum ähnlich verwendet und sollen sogar etwas stärker sein. Beides hat jedoch einige Nachteile was sie für besonderes Saatgut disqualifiziert. Hier wieder der Hinweis auf GA3 das ebenfalls natürlich und bei sachgemäßer Anwendung sicherer ist.

Geschrieben von: kleinerkiffer84 Nov 26 2020, 19:08

Ich habe in der Growbox nochmal eine Göttin zum Blühen überreden können. w00t.png wub.gif

Original: https://i.imgur.com/xZbn4yZ.jpg

Geschrieben von: harekrishna Nov 27 2020, 10:18

Danke Chronic! Werde das beherzigen. Bohnenwasser habe ich auch schon angewendet. https://kopfboot.de/pflanzen-und-stecklinge-bewurzeln-lassen-was-ist-drin-im-weidenwasser/noch nicht, hatte aber davon gehört und daher kommt halt auch der Glaube, dass Aspirin auch funktionieren würde. Es wird auch immer wieder empfohlen.

Gibberellinsäure (GA3) werde ich bei Gelegenheit ausprobieren.
https://www.asklepios-seeds.de/gibberellinsaeure-ga3-keimungsbeschleuniger-pflanzliches-wachstumshormon-schwerkeimer.html

QUOTE(kleinerkiffer84 @ Nov 26 2020, 20:08)
Ich habe in der Growbox nochmal eine Göttin zum Blühen überreden können.  w00t.png wub.gif
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Mit was für Belichtungszeiten hast Du gearbeitet?

Geschrieben von: hogie Nov 27 2020, 13:13

QUOTE(harekrishna @ Nov 27 2020, 11:18)
Bohnenwasser habe ich auch schon angewendet. https://kopfboot.de/pflanzen-und-stecklinge-bewurzeln-lassen-was-ist-drin-im-weidenwasser/noch nicht, hatte aber davon gehört und daher kommt halt auch der Glaube, dass Aspirin auch funktionieren würde. Es wird auch immer wieder empfohlen.
Ich habe vor ein paar Jahren ein Wurzelpulver auf der Basis von Indolbuttersäure entwickelt. Dabei fiel auf, dass die perfekte Dosierung und die Pudergrundlage ganz wesentlichen Einfluß auf das Ergebnis hat. In der Praxis ist das alles sehr viel komplizierter, als manche denken. Ich denke, dass Aspirin nur blutige Laien genommen haben aufgrund der phonetischen Änlichkeit der Substanzbezeichung zu Substanzen, die tatsächlich Verwendung finden. So wie nach Trumps Aussage, Hydroxychloroquin würde gegen Corona helfen, manche ähnlich klingende Algizide und Poolreiniger gesoffen haben. Nur schwere Vergiftungen waren die Folge und natürlich keinerlei Nutzen. So wird es bei dem Aspirin (Acetylsalicylsäure) möglicherweise auch sein. Hiinzu kommt noch, dass sich Tabletten aus der Humanmedizin für solche Anwendungen grundsätzlich nicht eignen. Denn sie enthalten zu viele Hilfsstoffe, die stören. Das ist z.b. Talkum, Siliciumdioxid, Milchzucker o.ä.
Milchzucker ist beste Nahrung für Schimmel und kannst du nicht wie z.b. das Talkum aus einer Lösung abfiltrieren.


Geschrieben von: kleinerkiffer84 Nov 28 2020, 19:10

QUOTE
Mit was für Belichtungszeiten hast Du gearbeitet?


Mit 11 Stunden pro Tag.

Geschrieben von: harekrishna Nov 28 2020, 22:01

Ein sattes Grün. Glaube, da könnte man sogar noch weiter runtergehen.

Geschrieben von: kleinerkiffer84 Dec 5 2020, 20:53

Die Göttin blüht mittlerweile. wub.gif

Original: https://i.imgur.com/5v9DZyh.jpg

Geschrieben von: ElDuderino Dec 6 2020, 11:48

Wow! Großartig! bb.gif

Geschrieben von: hogie Dec 6 2020, 19:37

Ja, das macht echt Lust, Salvia vielleicht mal wieder ein bisschen Kunstlicht zu gönnen. Denn wenn man die Pflanzen einfach so auf den Fensterbänken überwintert, sind sie alles andere als schön. Erst im Frühling geht es dann wieder los, dann ist natürlich keine Blütezeit, weil wir zu viele Sonnenstunden haben. Für Salvia ist unser Klima einfach nicht genial. Seamac hat mit Kalifornien gezeigt, dass der ganzjährige "Sommer" unglaublich viel Rückenwind bietet.

Ich habe diesen Herbst wieder eine ganze Fensterbank Salviapflanzen vernichtet, weil sie Spinnmilben bekommen haben. Ich frage mich, wie es diese Drecksbiester immer wieder an unsere Pflanzen schaffen. Offene Fenster nur mal zum kurz Lüften, Klimaanlagen, Fliegengitter (natürlich keine HEPA-Qualität). Denn schon eine Stubenfliege kann ausreichen, um genügend Eier mitzubringen. Milbeneier können grundsätzlich auch durch den Wind übertragen werden, aber da war absolut nichts in der Nähe, was das wahrscheinlich macht.


Geschrieben von: harekrishna Dec 7 2020, 17:49

QUOTE(hogie @ Dec 6 2020, 20:37)
Ich habe diesen Herbst wieder eine ganze Fensterbank Salviapflanzen vernichtet, weil sie Spinnmilben bekommen haben. Ich frage mich, wie es diese Drecksbiester immer wieder an unsere Pflanzen schaffen. Offene Fenster nur mal zum kurz Lüften, Klimaanlagen, Fliegengitter (natürlich keine HEPA-Qualität). Denn schon eine Stubenfliege kann ausreichen, um genügend Eier mitzubringen. Milbeneier können grundsätzlich auch durch den Wind übertragen werden, aber da war absolut nichts in der Nähe, was das wahrscheinlich macht.
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Nutze doch mal einfach Raubmilben eine Saison lang, dann hast Du deutlich mehr Ruhe...

Geschrieben von: hogie Dec 7 2020, 18:51

QUOTE(harekrishna @ Dec 7 2020, 18:49)
Nutze doch mal einfach Raubmilben eine Saison lang, dann hast Du deutlich mehr Ruhe...
Das funktioniert nur im Gewächshaus, aber nicht auf der Fensterbank. Hatten wir hier schon oft. Spinnmilben bei Salvia indoor einfach komplett in die Tonne und neu machen aus milbenfreien Stecklingen. Geht am einfachsten und man hat am schnellsten Ruhe.

Geschrieben von: kleinerkiffer84 Dec 22 2020, 16:33

Ich muss ein Update der 2. blühenden Göttin reinstellen.
Sie hat nun fast verblüht und mittlerweile 10 Samen gebildet. w00t.png

Original: https://i.imgur.com/ANe5saj.png

Original: https://i.imgur.com/DggcXXk.png

Geschrieben von: hogie Dec 22 2020, 22:15

Cool!
Wann wirst du Keimversuche aus den Samen starten?
Falls du sie nicht komplett mit Kunstlicht hoch ziehen willst, würde ich damit noch ein klein wenig bis zum beginnenden Frühling warten. Während dieser Zeit kannst du dir noch überlegen, wie du das genau machst.

Viel Erfolg wünsche ich dir auf jeden Fall!

Geschrieben von: kleinerkiffer84 Dec 22 2020, 22:20

Ich denke auch das ich bis zum Frühling warte, denn ich muss mich in die vorgeschlagenen Methoden zur Keimung noch genau einlesen.

Bin gespannt was daraus wird. w00t.png

Geschrieben von: kleinerkiffer84 Jan 10 2021, 03:09

Eine Frage die sich mir gerade auch noch stellt ist, ob in den Blüten ebenfalls Salvinorin A enthalten ist.
Weiß hier jemand Näheres?

Geschrieben von: kleinerkiffer84 Apr 3 2021, 20:10

Ich werde in den nächsten Tagen mal einen Versuch starten, bin aber bis zur letzten Minute noch unentschlossen, welche Methode die beste sein könnte.
Ich werde wohl einfach mal irgendein Verfahren probieren.
Nachdem ich jetzt nochmal längere Zeit gegoogelt habe, bin ich auf ein PDF gestossen, in welchem es mehrfach geklappt hat, Salvia in Papiertaschentüchern mit Gibberelinsäure zum Keimen zu bringen.

https://docdro.id/dUzEpiY

Geschrieben von: hogie Apr 3 2021, 21:24

Wenn das Saatgut grundsätzlich keimfähig ist, glaube ich nicht, dass das Keimen selbst ein Problem wird, wenn Temperatur und Feuchte passen. Keimlinge sind aber leicht verwundbar, da ist Schimmel und Fäulnis das größere Problem. Wenn es zu kalt ist, keimen die Samen nicht oder alles geht viel zu langsam. Sehr hoch gewählte Temperaturen begünstigen Schimmel und Fäulnis ganz besonders.

Aus dem hohlen Bauch heraus würde ich mind. 20°C aber deutlich unter 25°C wählen und alles möglichst steril im Hinblick auf Bakterien und Pilze. Was bei mir zusammen mit Algen und Moosen gekeimt hatte (z.B. Kratom) und aufgewachsen ist, habe ich vorteilhaft eingeschätzt. Eine grüne Substratoberfläche durch Algen und Moose wurde bei mir niemals mehr von Schimmel befallen, obwohl sonst alles gepasst hätte. Ich denke, das das eine Symbiose ist, denn Wasser und Nährstoffe sind bei uns ja überhaupt kein knappes Gut und es ist für alle mehr als genug da. Von Algen in Beschlag genommenes Substrat wird hingegen kaum mehr von Schimmel besiedelt. Ist wie bei den Rhesusaffen in Saudi-Arabien, die mit herrenlosen Hunden zusammen leben. Die Affen werden dort gefüttert und bekommen mehr als genug zu fressen. Hunde gelten als unrein und bekommen von den Menschen dort nichts. Die Affen lassen die Hunde aber mit fressen, weil mehr als genug da ist und dafür beschützen die Hunde die Rhesusaffen und so profitieren beide davon.


Geschrieben von: kleinerkiffer84 Apr 3 2021, 22:49

Substrate mit grünen Algenoberflächen hätte ich in anderen Töpfen hier, davon könnte ich etwas entnehmen.
Das klingt gut, ich denke das werde ich testen.

Geschrieben von: kleinerkiffer84 Jun 15 2021, 18:14

Bei mir beginnt wieder eine Göttin zu blühen wub.gif yahoo.gif

Original: https://i.imgur.com/qbwjvXM.jpg

Geschrieben von: hogie Jun 16 2021, 13:34

Sehr schön! Wie beleuchtest du sie aktuell?


Geschrieben von: kleinerkiffer84 Jun 16 2021, 18:09

Aktuell beleuchte ich 11 Stunden in der Growbox, mit 17 Watt LED-Panel, 2/3 rot und 1/3 blau.

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