Das Gute An Religionen @ SALVIA-COMMUNITY.net
 

 
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> Das Gute An Religionen, Echte Weisheit

post Jul 21 2020, 18:56
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Salvia Meister
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Hallo,

sehe mir gerade wieder einmal ein Video über Jainismus an und muss immer wieder sagen, ich bin begeistert von dieser Religion. Da steckt unumstürzliche Wahrheit drin. Vielleicht die am klarsten durchstrukturierte Religion auf dem Subkontinent - neben den anderen drei Buddhismus, Hinduismus und Sikhismus.



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post Jul 21 2020, 21:07
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Salvianaut
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ich bin über östliche "religion bzw religionen" insbesondere über LSD gestolpert.
ich hab mich damit auch eher nicht freiwillig beschäftigt, sondern "über" sekundär-emotion.

der "osten" schien zb (.. damals aus meiner sicht-weise rein theoretisch) lösungen bzw erklärungen zu haben, die "der westen" quasi damals (wie heute) nicht an-bieten kann!!
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aber letzt-en-endes ist's wahrscheinlich tatsächlich so, .. dass es (quasi) in erster linie um selbst-ent-deckung geht.

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(u wie gesagt, .. ich hab mich mit diesen östlichen "religionen" (in anführungsstrichen, weil, .. weil es eher um wissenschaft als um glaubens-systeme geht) beschäftigt, weil ich mich damit beschäftigen mußte, .. weil quasi in mir etwas angestoßen wurde, was ich emotional nicht unter kontrolle hatte!!

ich hab mich damit aber quasi früher eher nur kurz beschäftigt!!
kurz u intensiv. --> daraus folgerte, dass ich letzt-endlich dazu eine buch-reihe gelesen habe, die als kern-aussage "be-inhaltet", dass es eigentlich keine religion (als zb "wahre" religion) gibt, .. sondern nur wissenschaft!!!

(aus meiner heutigen sicht zu buddhismus)
... leben soll ja demnach (quasi) mit leiden gleich gesetzt sein.
aber warum hat buddha quasi keine genauere anleitung für diese (u speziel für diese) idee abgeliefert?

leiden als maß für energetische "materie", .. ja (bzw bzw) (u quasi) "leben" als notwndiges übel !!
... dies sind, bzw wären meine heutigen ergänzungen zu dieser "spezial"-wissenschaft!!



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....... hat sich am 05.09.2020 selbst passworteliminiert
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post Jul 21 2020, 21:42
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Salvia Meister
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Also gerade was den Buddhismus anbelangt, bist Du mit Wissenschaft da ganz Nahe. Buddhisten sind der Wahrheit verpflichtet. Buddhismus ist eigentlich gar keine Religion in dem Sinne, sondern eher eine der ältesten Wissenschaftskulturen die es bis heute gibt. Sie beschäftigt sich halt mit den "Inneren Räumen".

Der Satz, auf den Du Dich beziehst, heißt glaube ich auch, Leben bedeutet Leiden, nicht das "Leben gleich Leiden" ist. Es gibt durchaus nach dem Buddhismus Zustände, die kein Leiden enthalten. Man kann also durchaus abschnittsweise ein leidloses Leben führen - wenn Du zum Beispiel "breit" bist, dann geht es Dir ja in gewisser Weise gut. Du hast Dich von Deinem Leid gelöst.

Ziel ist es jedoch, dieses Zustand auf Dauer zu erreichen. Und das ist halt nicht so einfach; wird jedoch einfacher, wenn man bestimmte (zum Teil altbekannte) Methoden verfolgt, wie zum Beispiel die oben angesprochene Gewaltlosigkeit.

Und das kann wohl jeder sofort nachprüfen - übrigens auch ein Rat Buddhas, dass man alles nochmal selber nachprüfen sollte, ihm nicht blind folgen.

Witzig ist auch, dass im Buddhismus egal ist, ob Du an einen Gott glaubst oder nicht. Auch Atheisten können Buddhisten sein.

Der Beitrag wurde bearbeitet von harekrishna am Jul 21 2020, 21:45 Uhr.


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post Jul 22 2020, 00:07
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Salvianaut
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Das scheint mir ein Missverständnis krishna.

Sehr wohl bedeutet Leben = Leiden im Buddhismus.

Dein "breit sein" ist nicht zeitlos, wie Du ja ganz richtig festellst, das Wohlbefinden geht vorüber.

Das eben ist das Leben, die Polarität.

Im Buddhismus kommt durch den Kulturschock des jungen , vorher in Watte gepackten Siddhartha Gautama nur ein Pol viel zu kurz. Nämlich das Wohlsein.
Das Leben ist das Pendel zwischen diesen Polaritäten und der junge Buddah übersah durch seinen Schock den einen Pol.
Niemand hungert (leident) wenn er vorher nie satt war.
Leidenden Hunger kannst Du Dir ganz schnell abgewöhnen wenn Du ein paar Tage nicht isst.
Dein Körper wird irgendwann leiden aber Du spürst es nichtmehr.

Der Buddhismus ist da ziemlich radikal lebensverneinend, wenn Du ihn ohne rosrote westliche Brille ansehen kannst.

Der Buddhismus geht nämlich soweit das er selbst im Wohlsein das Leid erkennt. Indem nämlich das Wohlsein - und was dazu führt - "fixiert" werden muss.
Das ist aber nur eine Beschreibung der Unreife. Nicht eine des Lebens.
Mein Hund leidet nicht wenn sein Napf lehr ist. Er leidet dann wenn er noch was zu ergattern ahnt.
Ahnt er nichts, legt er sich hin und schläft.
Das was Leiden übersteigert ist garde die Abwehr des Leides.
Das Verklagen der vermeintlich Verantwortlichen für Coronatote statt klagende Trauer, die nach Trost verlangt.
Wo Trost verwehrt wird mit dem Vorwurf des Selbstmitleides weil das Leid des anderen schon nicht ertragen wird. Wo der Indianer keinen Schmerz kennt (was für ein infantiler Unsinn!!! : wir können nicht mehr umgehen mit dem Leid, nichtmal mit dem aufgeschlagenen Knie unserer Kinder und dann fällt uns sowas offensichtlich Armseliges ein und geben es an die nächste Generation weiter).
Nur wer das Leid annimmt wird es auch wieder los und kommt zum Wohlsein.
Das erkennt - denke ich -. auch der Buddhismus, aber doch möchter er das Leid überwinden und nicht Leben. Das lehne ich an am Buddhismus ab.
Wer leidet braucht Trost und keine Disziplin.

Und das lehnt der Buddhismus ab.
Er möchte das Wohl das aus dem Trost enstehen kann nicht, des führt natürlich nutr in die nächste Polarität, das entsandene Wohl muss wieder von Leid abgelöst werden. Auch das meint Samsara.

So wie ich den Buddhismus verstehe gibt es kein Leben im reinen Wohlsein.

Es gibt nur den Zustand der Wunschlosigkeit, ich würde sagen der Erfüllung und der ist im Buddhismus ausdrücklich nicht im Leben zu finden sondern im Nirvana.
Man kann in Meditation diesen Zustand erreichen aber ist nicht von Dauer, weil meditation im Leben stattfindet, mit seinen biologischen Zwängen.

Nirvana ist nicht Leben und auch nicht Wohlsein oder Glückseeligkeit, Nirvana ist die abschliessende Erfüllung, das Zusammenlaufen der Pole, die Auhebung der Polaritäten, unterschiedslose Zeitlosigkeit.

Das mag ich am Buddhismus nicht. Nicht die Idee des Nirvana, das wird kommen oder auch nicht, sondern die Fixierung auf den einen Pol des Leidens.

Siddhartha hat vor lauter Schock vergessen das seine in Watte gepackte Jugend genau die Vorrausetzung war um das Leiden in dieser Deutlichkleit überhaupt wahrzunehmen.
Das heisst auch das seine unschuldige, naive Jugend wirkliches Glück enthielt.

Ich würde es so formulieren: Der Buddhismus möchte einen Ausweg finden indem es durschaut wie Addition (nur analog für den Abstarktionsvorgang) funktioniert ohne jemals konkret 2+2 zu rechnen.
Man kann auch alternativ sagen (vielleicht ist das nicht ganz stimming aber es ist wieder nur analog für den verdrängenden Abstraktionsvorgang): Der Buddhismus möchte die Fiktion als Fiktion durschauen.

Ich glaube es bringt gar nichts wenn man weiss was Addition ist, wenn man sich dann aber zu schade ist sie auch konkret anzuwenden.
Oder: es bringt gar nichts die Fiction als Fiction zu erkennen wenn ich mich dann nicht voll und ganz daruf einlassen kann.
Ich gehe nicht in einen Horrorfilm um mir und allen neben mir sitzenden stänig zu sagen : " Ha ha, das ist ja nur ein Film!!"
Da kommt nur meine Angst vor der Angst zum Ausdruck.
Nirvana, Erfüllung geht nur wenn man sich voll und ganz ausliefert, dem Leid und dem Wohl.

- Denke ich

Hm, Gedanken zur Nacht smile.gif

Der Beitrag wurde bearbeitet von Herr von Böde am Jul 22 2020, 00:44 Uhr.


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