Eine Kleine Einleitung In Die Pilzzucht. @ SALVIA-COMMUNITY.net
 

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> Eine Kleine Einleitung In Die Pilzzucht., Von A - Z mit nützlichen Links!

post Jan 16 2022, 01:40
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Salvianaut
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QUOTE(kleinerkiffer84 @ Jan 10 2022, 20:29)
Jetzt habe ich noch eine Verständnisfrage.
Wenn man ein verschlossenes Glas mit Substrat sterilisieren möchte, macht man das üblicherweise in einem Dampfdruckkochtopf. Aus welchem Grund ist es nicht ausreichend, wenn ich das Glas einfach in einen normalen Topf mit sprudelnd heissem Wasser stelle und den Deckel drauf gebe? Es müsste ja hier in der gleichen Weise indirekt erwärmt werden oder?

Und eine Frage die ich mir auch noch stelle ist, aus welchem Material das Klebeband sein soll, mit dem ich das Loch im Deckel vor dem sterilisieren abdichte und durch das dann die Injektion stattfindet. Ist hier ein normales braunes Pflasterband ok?
In dem Moment wo die Nadel wieder rausgezogen wird, bleibt ausserdem ein winziges Loch zurück, sprich, am dem Moment ist es nicht mehr steril. Dieses sollte man aber abkleben denke ich. Den Schritt finde ich in den meisten Anleitungen nicht, aber ich denke man sollte sofort nach der Injektion, noch während um die Einstichstelle herum alles mit 70% IPA eingenebelt ist, über die Einstichstelle eine Abdichtung kleben, oder?


Sorry, habe deinen Post jetzt erst gesehen.
Mit kochendem Wasser kann man nicht sterilisieren, weil man 100°C damit nicht überschreitet. Das tötet zwar schon vieles (man nennt das pasteurisieren und nicht sterilisieren), aber es gibt vieles, was das problemlos überlebt. Bakterielle Endosporen zum Beispiel. Die überleben den Prozess munter und keimen danach in deinen Gläsern wieder aus. Der Schnellkochtopf ist das einzige Haushaltsgerät, mit dem man gesättigten Dampf bei etwa 120°C erreichen kann. Unter der Prämisse des gesättigten Dampfs, bekommt man das meiste damit getötet. So galten viele Jahre die 121°C-Autoklaven als Goldstandard, doch mit dem Auftreten von BSE merkte man, dass dies zur sicheren Sterilisation in der Medizin nicht ausreicht, weil das Prionen problemlos überleben. Für die Pilzzucht spielen Prionen aber keine Rolle, weshalb man auch viele professionelle alte Autoklaven nach geworfen bekommt, die in den Arztpraxen nicht mehr verwendet werden dürfen.

Du kannst etwa davon ausgehen, dass alles was deine Gläser kontaminiert, größer als ein Mikrometer ist. Daher gibt es genügend Gewebe, die kleinere Maschenweite haben und für Gase durchlässig sind, aber für Sporen nicht. Entsprechend verdichtete Aquarienfilterwatte hat sich für Gläser bewährt, um einen kontidichten Gasaustausch zu gewährleisten. Man kann diese Wattestopfen auch zum Beimpfen mit Kanülen durchstechen.

Die Aquarienfilterwatte hat besondere Eigenschaften, denn die ist aus Polyfill, einem Kunstfasergewebe, das selbst nicht besiedelbar ist. Das ist wichtig, denn andere Materialien wie z.B. Verbandswatte wäre ein fataler Fehler. Durch die permanent hohe Feuchte können solche Filter von außen nach innen durchwachsen, eben weil sie selbst besiedelbar sind. So etwas wäre die Zündschnur ins Glas.

Wenn du andere Materialien oder Klebebänder zum Abdichten verwendest, müssen die deine Sterilisation überstehen. Braunes Heftplaster tut das ganz bestimmt nicht. Ich habe eine Zeit lang Tyvekfilter in die Gläser geklebt mit einem Neoprenkleber von Uhu, der bis 120°C spezifiziert war und den Schnellkochtopf problemlos überstand. Man muss die Materialien gezielt auswählen.



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post Jan 18 2022, 19:35
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Ah ok, das Limit der 100°C bei kochendem Wasser ist einleuchtend, danke für die Info! good.gif


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post Jan 26 2022, 20:24
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Ich bin mir jetzt gerade nicht mehr sicher, ob das in diesem Thread schon thematisiert wurde, aber welches Holz sollte man am besten verwenden, um Serbica und Cyanescens zu vermehren?
Sind Chips aus Buchenholz und Erle ok, so wie beim Azur, oder benötigen die ein anderes Holz?

Und wie sollte deren Standort idealerweise aussehen, gibt es hier Abweichungen vom Azur?


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post Jan 27 2022, 10:35
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Buchenspäne sind eigentlich die erste Wahl. Vor allem bekommt man saubere Ware auch säckeweise günstig in unterschiedlichen Schnipselgrößen als Räucherspäne im Metzgereibedarf.



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